Ronjas way of life


Julie und Julia
07.06.2009, 6:53 pm
Filed under: Alltägliches, Kulturelles

Julie & Julia

… ein Film, der im Herbst im Kino anlaufen soll.

Ich hatte die Möglichkeit in einer Preview-Vorstellung diesen Film zu sehen und zu bewerten. Anhand der Beschreibung und der darin mitspielenden Schauspieler hatte ich mir sehr viel von diesem Film versprochen.

Der Film basiert angeblich auf zwei wahren Geschichten und folgt den parallelen Leben von Julia Childs, dargestellt durch Meryl Streep (die die amerikanischen Kochgewohnheiten revolutioniert hat) und Julie Powell (Amy Adams), eine Frau, die es sich zur Aufgbe gemacht hat, ein Jahr lang jeden Tag ein anderes Rezept aus Childs Kochbuch zu kochen. Nebenher hat diese Frau jeden Tag ihre Erfahrungsberichte und Rezepte in einen „blog“ geschrieben.

Für mich war die Rolle von Meryl Streep eher enttäuschend, viel zu unnatürlich, gekünzelt und einfach schrill, teilweise echt komisch (sollte wohl so sein), aber eben völlig überzogen. Dieser Film sollte wohl eine Mischung aus Biographie und Komödie sein. Da er so langatmig und langweilig war, hat man komödienhafte Szenen eingebaut, die alles etwas „auflockern“ sollten. Also ehrlich gesagt, wenn ich nicht im Kino gewesen wäre, zu Hause wäre ich bestimmt nach den ersten Minuten fest eingeschlafen oder hätte „umgeschaltet“. Ein Film, bei der Meryl Streep aus meiner Sicht arg „verloren“ hat und den ich tatsächlich „nicht“ empfehlen kann.

Zudem war er deklariert als „eine Reise zur Selbstfindung . Julie sollte angeblich herausfinden, wer sie wirklich ist. Also von dieser Aussage habe ich in dem ganzen Film überhaupt nichts bemerkt. Schlichtweg gesagt einfach fade.

Meine Kritik fiel dann auch entsprechend aus. Ein Film, den ich mir bestimmt kein zweites Mal anschauen würde.

Aber immerhin habe ich dafür wenigstens kein Geld ausgeben müssen…

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Elisabeth – Sissi
05.09.2008, 10:51 am
Filed under: Gefühle, Kulturelles, Liebe, Melancholie

 

– ein Musical, das zur Zeit in Berlin gespielt und am 28. September das letzte Mal aufgeführt wird. Deshalb wollte ich mir diesen „Kunstgenuss“ nicht entgehen lassen und habe mir die Vorstellung mit einer Freundin angeschaut.

Allerdings hatte ich geglaubt, dass es sich um eine romantisch-rührselige Geschichte handelte, wie in dem Film Sissi. Aber die romantische Kennenlernphase und die erste Verliebtheit waren in wenigen Minuten „schlicht“ dargestellt und abgehandelt. Das ganze Stück war eher „dunkel, dramatisch und traurig“ . Und trotzdem – es hat mir gefallen. Die menschlichen Schwächen wie Machtkämpfe, Intrigen Egoismus und die Wahrung des „äußere Scheins“, wurden sehr gut durch die Schauspieler dokumentiert.

Da das ganze Stück von Dramatik geprägt war, hatte selbst der Tod seinen Auftritt. Während der ganzen Vorstellung tauchte er immer wieder auf, um ein Stück Todessehnsucht zu signalisieren, um mitzuteilen, dass er immer da ist –  aber auch, um wieder die Lebenskampfgeister zu wecken.  Aus meiner Sicht hat der „Tod“ am Ende gar nicht so schlecht abgeschnitten. Er ist offensichtlich nicht so schrecklich, wie wir ihn uns vorstellen. In dieser Inszenierung wurde er teilweise als „Freund“ dargestellt.  Der Schlußakt war sehr gut gelungen; die Hauptperson schlüpft aus ihrer „Schale“ (in diesem Falle die schwarze Kleidung) darunter trägt sie ein blütenweißes Kleid, der Tod (weiß gekleidet) erstrahlt vor dem dunklen Hintergrund und die „sterbende Elisabeth“ folgt ihm ins Licht.

Obwohl es für mich nicht das klassische „Musical“ war, wie ich es liebe,  war es gefühlsmässig sehr ergreifend und manche Gemütszustände ließen sich unmittelbar nachvollziehen und haben auch am eigenen emotionalen Zustand etwas geändert. Es war ergreifend, zu sehen, wie das „Äußere“ einen Menschen prägen und auch verändern kann. Wie man sich in ein bestehendes Schema pressen lassen muss, sich weigert, auflehnt, rebelliert und am Ende – auch nicht viel gewinnt. Ähnlichkeiten zu eigenen Lebensweisen ließen sich manchmal nicht verdrängen.

Insgesamt sehr fesselnd und „be“rührend. Auch die Musik war sehr schön und ergreifend.

Zumindest interessiert mich jetzt, was für ein Mensch Elisabeth eigentlich wirklich war. Das Musical hat sie etwas anders dargestellt als in dem Film „Sissi“. Irgendwie kamen mir Parallelen zu Prinzessin Diana von England in den Sinn.

Es wiederholt sich offensicht alles irgendwie…