Ronjas way of life


Elisabeth – Sissi
05.09.2008, 10:51 am
Filed under: Gefühle, Kulturelles, Liebe, Melancholie

 

– ein Musical, das zur Zeit in Berlin gespielt und am 28. September das letzte Mal aufgeführt wird. Deshalb wollte ich mir diesen „Kunstgenuss“ nicht entgehen lassen und habe mir die Vorstellung mit einer Freundin angeschaut.

Allerdings hatte ich geglaubt, dass es sich um eine romantisch-rührselige Geschichte handelte, wie in dem Film Sissi. Aber die romantische Kennenlernphase und die erste Verliebtheit waren in wenigen Minuten „schlicht“ dargestellt und abgehandelt. Das ganze Stück war eher „dunkel, dramatisch und traurig“ . Und trotzdem – es hat mir gefallen. Die menschlichen Schwächen wie Machtkämpfe, Intrigen Egoismus und die Wahrung des „äußere Scheins“, wurden sehr gut durch die Schauspieler dokumentiert.

Da das ganze Stück von Dramatik geprägt war, hatte selbst der Tod seinen Auftritt. Während der ganzen Vorstellung tauchte er immer wieder auf, um ein Stück Todessehnsucht zu signalisieren, um mitzuteilen, dass er immer da ist –  aber auch, um wieder die Lebenskampfgeister zu wecken.  Aus meiner Sicht hat der „Tod“ am Ende gar nicht so schlecht abgeschnitten. Er ist offensichtlich nicht so schrecklich, wie wir ihn uns vorstellen. In dieser Inszenierung wurde er teilweise als „Freund“ dargestellt.  Der Schlußakt war sehr gut gelungen; die Hauptperson schlüpft aus ihrer „Schale“ (in diesem Falle die schwarze Kleidung) darunter trägt sie ein blütenweißes Kleid, der Tod (weiß gekleidet) erstrahlt vor dem dunklen Hintergrund und die „sterbende Elisabeth“ folgt ihm ins Licht.

Obwohl es für mich nicht das klassische „Musical“ war, wie ich es liebe,  war es gefühlsmässig sehr ergreifend und manche Gemütszustände ließen sich unmittelbar nachvollziehen und haben auch am eigenen emotionalen Zustand etwas geändert. Es war ergreifend, zu sehen, wie das „Äußere“ einen Menschen prägen und auch verändern kann. Wie man sich in ein bestehendes Schema pressen lassen muss, sich weigert, auflehnt, rebelliert und am Ende – auch nicht viel gewinnt. Ähnlichkeiten zu eigenen Lebensweisen ließen sich manchmal nicht verdrängen.

Insgesamt sehr fesselnd und „be“rührend. Auch die Musik war sehr schön und ergreifend.

Zumindest interessiert mich jetzt, was für ein Mensch Elisabeth eigentlich wirklich war. Das Musical hat sie etwas anders dargestellt als in dem Film „Sissi“. Irgendwie kamen mir Parallelen zu Prinzessin Diana von England in den Sinn.

Es wiederholt sich offensicht alles irgendwie…

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8 Kommentare so far
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bei uns läuft ja jetzt das musical „marie antoinette“. würde ich mir eigentlich auch gerne ansehen.

Kommentar von wortman

das klingt sehr interessant, wo ist das denn?

Kommentar von raeuberbraut

oh, das kommt erst noch im Januar nach Bremen?

Kommentar von raeuberbraut

*ups* stimmt… da hab ich mich verlesen. dachte, das würde jetzt schon starten. kann sein, ich hab es mit „maria stuart“ verwechselt 😉 das läuft schon länger.

Kommentar von wortman

… Maria Stuart ist bestimmt auch ganz interessant, ich wusste gar nicht, dass das ein Musical ist… Ich liebe Musical …

Kommentar von raeuberbraut

… und auffällig ist doch, dass alle Damen irgendwie tragisch zu Tode gekommen sind…

Kommentar von raeuberbraut

hier in bremen wird viel vermusicalt 🙂
dieses tragische zu tode kommen… ob das am vornamen liegt? 😉

Kommentar von wortman

Na gut, dass ich nicht Marie oder Maria heiße 😉

Kommentar von raeuberbraut




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