Ronjas way of life


Die neueste Kolumne
17.12.2008, 7:29 pm
Filed under: Alltägliches, Humorvolles, Liebe, Sarkastisches

von meinem „Lieblingsautoren“ Matthias Schmitz…

Dieses Mal erklärt er, warum Männer angeblich auf „selbstbewusste“ Frauen stehen. (Ich glaube in diesem Fall liegt die Betonung buchstäblich auf „angeblich„).

Auch diese Kolumne trieft vor Sarkasmus, Ironie und Humor – ein breites Schmunzeln überzieht mein Gesicht bei fast jedem Satz. Seine Wortwahl und wie er die Dinge beschreibt sind unglaublich witzig, komisch und vor allen Dingen treffend! Ich bin davon überzeugt, dass seine Kolumnen sogar für Männer eine hilfreiche Lektüre zum eigenen Verständnis darstellen.

Hier nimmt er Männer aufs Korn, die in einer Partnerbörse eine „starke, intelligente und selbständige – manchmal aber auch anlehnungsbedüftige“ Frau suchen. Genial wie er diese „Anzeige“ mal wieder auseinander nimmt und einen Blick „hinter die Kulissen“ wirft.

Leider kann ich nicht die ganze Kolumne hier abdrucken, das würde bestimmt rechtlichen Ärger mit der Zeitschrift geben, in der sie erscheint, aber ich erlaube mir einfach einmal, einige Sätze daraus zu schreiben. Dafür werde ich dann auch erwähnen, in welcher Zeitschrift diese Kolumne erschienen ist.

Hier eine kleine Kostprobe:

„Aber im Ernst: Was kann ein Mann meinen, wenn er die Selbständigkeit einer Frau als qualifizierendes Merkmal betrachtet? Dass sie sich die Schuhe selber zubinden kann, dass er ihr beim Ankleiden nicht helfen muss, weil er sich beim Auskleiden schon behilflich gezeigt hat? Oder heißt das vielleicht folgendes: Sie hat ihr eigenes Einkommen und zahlt gefälligst für alles, was sie verbraucht selber (außer für Luft und Liebe); sie hat ihre eigene Behausung, d.h. man kann sie regelmäßig loswerden und erst bei erneutem Bedarf kommen lassen, ohne das Risiko einzugehen, dass sie zwischenzeitlich unter einer Brücke erfroren wäre…..“

Soweit dieser Ausschnitt, mehr ist zu lesen im neuen Zukunftsblick für Januar 2009. Dort schreibt Matthias Schmitz regelmässig seine Kolumnen und ich muss gestehen, ich kaufe diese Zeitschrift nur wegen seiner Kolumnen. Jede einzelne ist hervorragend!

PS: Ach ja, einen Satz muss ich unbedingt noch erwähnen, weil ich von dem darin zitierten Wort noch niemals vorher gehört hatte:

„Er sucht eine starke Frau. Hm. Wie stark? Stärker als er oder meint er etwa muskulös und fettarm, wie Madonna, mit der Aussicht auf  Knorpelsex?“

Ich lach mich schlapp… – also hier der Link für sein erstes Buch, das sich – wie ich finde –  hervorragend als Weihnachtsgeschenk eignet – , ich hoffe, es folgen weitere 😉

http://www.amazon.de/Problemzone-M-N-N-Kerlen-Karten/dp/3868261052/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=books&qid=1229534005&sr=8-1

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Advent
30.11.2008, 11:04 am
Filed under: Humorvolles, Sarkastisches

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Und hier kommt mein Lieblingsgedicht von Loriot…

 

Advent

Es blaut die Nacht, die Sternlein  blinken,

Schneeflöcklein leis herniedersinken,

auf Edeltännleins grünem Wipfel,

häuft sich ein kleiner weißer Zipfel.

 

Und dort vom Fenster her durchbricht 

den dunklen Tann ein warmes Licht.

Im Forsthaus kniet bei Kerzenschimmer,

die Försterin im Herrenzimmer. 

In dieser wunderschönen Nacht, 

hat sie den Förster umgebracht.

 

Er war ihr bei des Heimes Pflege

seit langer Zeit schon sehr im Wege.

So kam sie mit sich überein,

am Niklasabend muss es sein.

 

Und als das Rehlein ging zur Ruh,

das Häslein tat die Augen zu,

erlegte sie direkt von vorn,

den Gatten über Kim‘ und Korn.

 

Vom Knall geweckt rümpft nur der Hase,

zwei-, drei-, viermal die Schnuppernase – 

und ruhet weiter süß im Dunkeln,

derweil die Sternlein traulich funkeln.

 

Und in der guten Stube drinnen,

da läuft des Försters Blut von hinnen.

Nun muss die Försterin sich eilen,

den Gatten sauber zu zerteilen.

Schnell hat sie ihn bis auf die Knochen

nach Waidmannssitte aufgebrochen.

 

Voll Sorgfalt legt sie Glied auf Glied,

was der Gemahl bisher vermied,

behält ein Teil Filet zurück –

als festtägliches Bratenstück und

packt zum Schluss, es geht auf vier,

die Reste in Geschenkpapier.

 

Da tönt’s von fern wie Silberschellen,

im Dorfe hört man Hunde bellen.

Wer ist’s, der in so tiefer Nacht,

im Schnee noch seine Runde macht?

 

Knecht Ruprecht kommt mit gold’nem Schlitten,

auf einem Hirsch herangeritten.

 

„Heh‘, gute Frau, habt Ihr noch Sachen,

die armen Menschen Freude machen?“

Des Försters Haus ist tief verschneit,

doch seine Frau steht schon bereit.

„Die sechs Pakete heil’ger Mann,

ist alles, was ich geben kann.“

 

Die Silberschellen klingen leise,

Knecht Ruprecht macht sich auf die Reise.

 

Im Försterhaus die Kerze brennt,

ein Sternlein blinkt,

 

ES IST ADVENT!!