Ronjas way of life


Neue Wege…
07.10.2010, 3:09 pm
Filed under: Alltägliches

Schon wieder…???

Ja, Stillstand ist Rückschritt. Irgendwie ist es erforderlich, sich auch bei widrigen Umständen nicht entmutigen zu lassen und nach Vorne zu blicken. Das Vergangene kann man sowieso nicht verändern, aber immerhin hat man die Möglichkeit zu versuchen, seine Zukunft zu gestalten.

Wegen eines Todesfalles in der Familie war ich ziemlich niedergeschlagen und einige Zeit nicht mehr in der Lage, irgendetwas positiv zu sehen. Ich habe mich ziemlich zurückgezogen und bin in Lethargie versunken. Aber auch diese Zeit war notwendig und ging vorbei.

Alles ändert sich, was heute noch Gültigkeit hat, kann morgen schon wieder vorbei sein. Von daher übe ich mich darin, auch den kleinen Dingen im täglichen Leben, die einem Freude bereiten, mehr Beachtung zu schenken.

Ausserdem habe ich mich jetzt entschieden, meine Ideen, meinen Kampfgeist und mein Gerechtigkeitsempfinden in einer Partei zur Geltung zu bringen. Alles Jammern nützt nichts, wenn man nicht bereit ist, auch aktiv daran mitzuarbeiten, dass sich etwas ändert.

Bei meinen ersten Sitzungen in der Partei habe ich festgestellt, dass es sehr viele Möglichkeiten gibt, aktiv am Geschehen – sei es auch nur im kleinen kommunalen Kreis – teilzunehmen und eigene Ideen einzubringen. Okay, das artet zwar schon wieder in Arbeit aus, aber es macht auch Spaß. Ich sehe Potenziale, bei denen ich meine Interessen vertreten sehe und mich auch aktiv einbringen kann.  Allerdings ist das sehr zeitaufwändig und das werde ich „vorsichtig“ prüfen.

Ich finde es trotzdem nie verkehrt, ab und zu mal neue Wege zu betreten und etwas Neues auszuprobieren.

Ob man auf dem Holzweg ist, wird sich mit der Zeit zeigen. Immerhin erhöhen ja auch Irrwege die Ortskenntnis.  

Ich persönlich bevorzuge die kleinen und mühsahmen Wege , da sie die Interessantesten sind und die, auf denen man am meisten lernt. Ab und zu  ist es auch nötig, einmal eine Pause einzulegen, um sich neu zu orientieren, aber:  “ Wege entstehen, wenn man geht“!

In diesem Sinne „auf gehts!“

Ronja



Es gibt mich noch…
21.08.2010, 11:01 am
Filed under: Alltägliches

Hallo liebe Freunde,

sorry, dass ich so lange abgetaucht war…

Wenn ich das hier alles ins Inernet schreiben wollte, was mir passiert ist, dann schreibe ich nächstes Jahr noch. Aber einige Highlights meiner Pechsträhne wollte ich dennoch einmal erwähnen, vielleicht kann ich nach einiger Zeit sogar darüber lachen:

Meine Freude über meinen neuen Laptop währte allerdings nicht so lange….

Da der Internetstick nicht mehr funktionierte und ich zu Hause nicht mehr „online“ gehen konnte,  habe ich kurz entschlossen, den neuen Laptop inklusive Garantieurkunde, Rechnung sowie die ganzen Internetstick-Unterlagen in meine PC-Tasche gepackt und wollte zum Computermarkt, um den Fehler zu reklamieren. Auf dem Weg dorthin, habe ich kurz bei der Tennisanlage angehalten, weil ich das Ergebnis des Endspiels (an dem ich leider nicht teilnehmen konnte, da ich nur um den dritten Platz gekämpft habe) erfahren wollte. Als ich nach ca. 30 Minuten wieder zu meinem Auto ging, war am hellichten Tage (nachmittags 18.00 Uhr) die Scheibe eingeschlagen und meine komplette Tasche weg. Schreck und Ärger waren natürlich groß.

Die Polizei kommt gar nicht mehr zum Tatort, ich musste mit dem Auto zur nächsten Polizeistation. Außerdem musste ich mir die Rechnung und den Internet-Vertrag irgendwie neu beschaffen, um das ebenfalls bei der Polizei abzugeben. Aber alles aussichtslos. Die Polizeit meinte, das passiert tagtäglich und man dürfe eben nicht einmal für 5 Minuten solche Geräte im Auto unter dem Sitz belassen. Keine Chance, den Täter zu finden und auch keine von irgendeiner Versicherung den Schaden ersetzt zu bekommen. Mit 150 Euro Selbstbeteiligung konnte ich wenigstens mein Auto reparieren lassen.

Damit nicht genug, ist mein Handy auch noch explodiert. Ich möchte an dieser Stelle den Namen nicht erwähnen…, aber es stammt aus einer sehr bekannten Firma. 

Das Handy hing an der Ladestation, ich war zum Glück nicht im Zimmer, als der Akku explodierte. Das Ding hat sich total aufgebläht und das Handy gesprengt, ist danach ca. 3 m durch das Zimmer geflogen und hat dort das Lamitnat verbrannt. Ein Glück, dass nicht mehr passiert ist als ein Loch im Laminat, denn ich konnte rechtzeitig löschen. Hier verhandele ich noch mit dem Handy-Hersteller und der Hausratversicherung. Allerdings hoffe ich, dass die Hausratversicherung den Schaden erst einmal bezahlt und die Regressansprüche beim Hersteller geltend macht.

Eine Woche später fahre ich nach Hause durch eine Anliegerstraße, die sehr eng ist. Es kommt mir ein schwarzer Golf entgegen, der – obwohl man eigentlich sehen konnte -, dass der Weg für uns beide zu eng war, mir keine Chance ließ, in eine Parklücke zu fahren, um ihn passieren zu lassen. Er gab Gas und fuhr an mir vorbei und hat dabei meinen rechten hinteren Kotflügel zerstört. Obwohl es krachte ist dieser unverschämte Kerl einfach weiter gefahren, hat Gas gegeben und ist um die nächste Ecke gebogen. Ich konnte das Nummernschild leider nicht mehr genau erkennen konnte. Also wieder mal zur Polizei und Anzeige erstattet. Ich hatte zwar das Berliner Kennzeichen und die zwei Buchstaben, aber… es mir fehlte die Ziffer. Ich hoffe aber, dass die Polizei in diesem Fall nicht so schnell aufgibt.

Nun habe ich meinen alten Laptop wieder aktiviert, hänge am Netz, habe aber nicht mehr so viel Zeit zu Hause „online“ zu gehen. Erstens ist es Sommer und Tennis-Zeit und zweitens habe ich nach der Arbeit keine weiteren Ambitionen, mich wieder vor den Rechner zu setzen. Aber von Zeit zu Zeit, wie es gerade kommt, werde ich mich melden. Im Büro habe ich keine Zeit dazu und im Übrigen möchte ich auch meinen Arbeitsplatz nicht risikieren.

Familiäre Angelegenheit und einen Krankheitsfall in der Familie kosten mich im Moment auch viel Zeit und Kraft, da mir das alles emotional sehr nahe geht.

Ansonsten geht es mir gut und ich freue mich sehr, dass Ihr mir geschrieben habt und mich nicht ganz vergessen habt.

Alles Gute für Euch und hoffentlich bis bald!

Ronja



Kurzentschlossene Entscheidungen…
13.12.2009, 11:59 am
Filed under: Alltägliches

sind nicht immer die Schlechtesten.

Eigentlich hatte ich mir vorgenommen mit einem Freund ein neues Regal zu kaufen, um meine zeitweise ausgelagerten Bücher wieder ordnungsgemäss unterzubringen, aber es kam alles ganz anders.

Ich habe nämlich vorher mal wieder versucht ins Internet zu kommen. Also seit einigen Wochen ist das einfach nur noch nervig, manchmal klappt es, manchmal muss ich mehrfach aus- und einschalten oder die Hotline anrufen. Nachdem ich gestern morgen dann wieder stundenlang mit der Hotline telefoniert hatte und mein Rechner angeblich „online“ war, aber ich trotzdem keine Internetseite öffnen konnte, sagte mir die Hotline, ich müsste meine Festplatte neu formatieren und alle Programme neu aufspielen, insbesondere der Explorer hätte einen Schuss. So, das hat  mir gereicht. Da ich bei meinem Laptop schon einige Dinge wie eine externes DVD-Laufwerk, sowie einen externen Datenspeicher kaufen musste und er auch sonst so seine Macken hat, hat er  mich gestern so geärgert, dass ich ihm das „Aus“ angekündigt habe.

Spontan wurde nämlich aus dem Regalkauf eine Shopping-Tour in entsprechende Fachgeschäfte die neue Laptops verkaufen. Davon gibts ja einige in meinem Umkreis, insbesondere auch mit speziellen guten Angeboten. Also nachdem ich mich ein bißchen umgeschaut habe nach einem Laptop, der meine Bedürfnisse, die ja eigentlich nicht so groß sind, erfüllt, habe ich mich für einen neuen entschieden, dessen Eigenschaften ich bestimmt gar nicht alle nutzen kann. Aber er gefiel mir auf den ersten Blick. Nun bin ich up to date mit neuem Windows und habe mir gleich auch die Office-Student-Version dazu gekauft. Etwas gewöhnungsbedürftig, da ich bisher immer noch mit einer älteren Version auf windows xp-Basis arbeite, aber ich denke, damit kommt man schon irgendwie klar. Da ich ja nun nicht alle Programme, mit denen ich sonst arbeite, neu kaufe bzw. neue Updates dazu kaufe, muss das alte Teil einige Arbeiten vorübergehend noch erledigen.

Auf jeden Fall bin ich immer wieder erstaunt, wie schnell die Technik doch fortschreitet und stelle fest, dass ich tatsächlich mit allen technischen Gegebenheiten meines neuen „Schlepptops“ echt überfordert bin. Aber … Hilfe naht. Weihnachten kommt mein Sohn und meine Schwiegertochter und da bekomme ich dann bestimmt ein paar nützliche Nachhilfestunden. Das ist ein Technik-Freak. Ich freue mich schon sehr auf meine Kinder, die ja leider weit weg wohnen.

So werde ich mich an diesem Adventssonntag – wie kann’s anders sein – neben Tennis von 15.00 bis 19.00 Uhr mit meinem neuen Mitbewohner, dem Laptop beschäftigen. Mal sehen, was ich noch so alles herausfinde. Jedenfalls kann ich mit diesem Teil auch fernsehen. Ich hatte mir gleich dazu eine Fernsehkarte gekauft und installiert und war begeistert von dem schönen Bild.

Nun hoffe ich, dass ich lange Freude an dem neuen Laptop habe und es mir dann auch wieder mehr Spaß macht, in meiner Freizeit zu bloggen.

Einen schönen dritten Advent wünscht Euch

Ronja



Wunschlos glücklich…. geht das?
10.12.2009, 10:51 pm
Filed under: Alltägliches, Gefühle, Nachdenkliches

Bei einem Jahresrückblick habe ich festgestellt, dass 2009 für mich ein sehr ereignisreiches Jahr war, in dem einige Veränderungen stattgefunden haben.

Einige Dinge in meinem Leben haben sich positiv entwickelt, manche Wünsche sind sogar in Erfüllung gegangen, reicht denn das nicht?

So einfach ist das offensichtlich nicht. Kaum hat sich ein Wunsch erfüllt, stehen weitere schon wieder Schlange, dabei wäre es doch wirklich schön, wenn man/frau wirklich „wunschlos“ glücklich sein könnte. Aber eine innere Sehnsucht bildet den Motor, der  immer neue Wünsche entstehen lässt.

Mir geht es dabei gar nicht so sehr um materielle Dinge.  Es ist eine Sehnsucht, die ich nicht so richtig beschreiben kann, aber ich merke, dass mir etwas fehlt. Vielleicht legt sich das, wenn mir jemand begegnet, der mit mir auf gleicher Welle schwingt?

Jemand, der sehen kann, was ich sehe, jemand der spürt, was ich spüre, jemand dem ich nicht erklären muss, was ich weiß, denke oder fühle, jemand der dasselbe empfindet und die gleiche Sehnsucht in sich trägt wie ich.

Vielleicht ist es ja gar nicht so wichtig, dass sich Sehnsüchte erfüllen, sondern dass man sie miteinander „teilen“ kann.

Auf jeden Fall ist das mein Wunsch für 2010, vielleicht fällt mir dazu dann auch noch das passende Jahresmotto ein.

Eine schöne Adventszeit mit schönen Wünschen und deren Erfüllung

wünscht Euch Ronja!



Veränderungen
03.12.2009, 11:10 am
Filed under: Alltägliches, Gefühle, Glück

Das erste Kapitel beginnt mit Veränderungen – Alle guten Dinge sind Drei:

Die für mich natürlich wichtigste und schönste Veränderung liegt darin, dass ich es geschafft habe, meine Arbeitszeit zu reduzieren und dadurch – natürlich mit finanzieller Einbuße – aber auch mehr Lebensqualität gewonnen habe. So starte ich dann mit etwas mehr Freizeit in ein hoffentlich Gutes Neues Jahr.

Die zweite Veränderung besteht darin, dass ich aus beiden Damen-Mannschaften (Verband und Betriebssport) ausgeschieden bin und mich völlig neu orientiert habe. Ab sofort spiele ich in einem ganz neuen Verein und bin dazu noch von einer neuen Mannschaft aufgenommen worden, in deren Kreis ich mich schon jetzt sehr wohl fühle. Auf Empfehlung eines Freundes, der im Vorstand dieses Vereines ist, kam ich zu dieser Mannschaft, sie spielen „Damen 40“ in der Meisterklasse und sind in diesem Jahr abgestiegen in die Verbandsoberliga. Das Spielniveau der Damen ist sehr gut und eigentlich habe ich mich erst gar nicht getraut, mit ihnen zu spielen. Aber ich habe Mut und Nervenstärke bewiesen und mit der Mannschaft – von denen ich niemanden kannte – drei Stunden gespielt. Klar sind sie teilweise sehr viel besser als ich, aber ich war froh, dass ich noch ganz gut mithalten konnte. So haben diese Damen nach dem Spiel schon beschlossen, dass sie mich gern aufnehmen würden. Der Abschied von meinem „Hallen-Verein“, in dem ich seit 11 Jahren spiele, ist mir trotzdem sehr schwer gefallen. Es ist eben nicht immer leicht etwas völlig Neues zu beginnen. Denn: Was man hat, das kennt man, aber was kommt, das kennt man nicht. Trotzdem bin ich in diesem Punkt meinem Bauchgefühl gefolgt und das fühlt sich sehr gut an. Schließlich kann man keine neuen Ufer erreichen, wenn man das alte nicht verlässt.

Die dritte Veränderung habe ich in meiner Wohnung vorgenommen. Ich habe mir eine neue Couch geleistet, die nächste Woche geliefert wird und damit verabschiede ich mich auch mal wieder von einem Gegenstand, der mit langjährigen Erinnerungen, Erlebnissen und Umzügen verbunden ist. Aber ich freue mich auf ein neues „Wohngefühl“ und auf die Veränderungen in 2010!

Und so wage ich zu zitieren: „Alles wird gut“!

Eure Ronja



Leere Seiten Teil II
12.11.2009, 12:45 pm
Filed under: Alltägliches, Nachdenkliches

Aufgrund einiger besorgter Mails in meinem Posteingang, muss ich doch ein kleines Lebenszeichen in meinen blog setzen.

Wie Ihr seht, ist das Schreiben eines neuen Buches gar nicht so einfach. Immerhin braucht es seine Zeit, bis man alle Kapitel des alten Buches sortiert, abgeheftet, abgeschlossen und weggestellt hat. Dazu kommt, dass „aller Anfang schwer ist“ und der Anfang eines neuen Buches ganz besonders. Es fehlt erst einmal die Struktur, die Einleitung, der Hauptteil und mit dem Ende möchte ich mich jetzt gar nicht erst beschäftigen, da mir der Hauptteil noch fehlt.

Es ist nicht so, dass ich untätig herumgesessen hätte – nein, ich habe schon mehrfach den Versuch gewagt, etwas Neues zu schreiben. Aber nach einigen Sätzen stelle ich fest, nein, das ist es nicht, dass ist ja  jetzt wieder nichts wirklich Neues, dass kennt man doch schon. Manche Sätze erinnern an Kapitel aus dem alten Buch, wie soll da etwas Neues entstehen?

So sitze ich jetzt also immer noch vor dem ersten leeren Blatt und komme zu dem Schluss: Es wäre schön, wenn man zu zweit „ein“ Buch schreiben könnte. Eine Idee hätte ich da auch schon; allerdings ist die geklaut aus dem Buch „Gut gegen Nordwind“ und die Fortsetzung „Alle sieben Wellen“ von Glattauer. Wirklich klasse diese Bücher und vor allem auch die Geschichte, deren Ende ich hier natürlich nicht verrate, denn nur „selbst lesen“ macht klug und außerdem wäre die Spannung dahin.

Nun übe ich mich also in Geduld und warte auf neue Einfälle und neue Ideen. In der Zwischenzeit geht mein Leben neben der Arbeit natürlich mit Tennis as usual und anderen Freizeitaktivitäten weiter. Dabei bin ich dabei, auch tennismässig ein ganz neues Kapitel zu kreieren und einen ganz neuen Anfang in einem völlig fremden Verein zu wagen. Aber davon mehr zu einem späteren Zeitpunkt, nämlich dann, wenn ich wieder „klar“ sehe.

Macht Euch also keine Sorgen, wenn ich mal zeitweise nichts schreibe. Ich bin nämlich im Moment vollauf mit „MIR“ beschäftigt und damit auch schon fast überfordert.

Also bis bald liebe Freunde!

Herzlichst Eure Ronja!

PS: Und hier noch ein Spruch, der ganz gut zum Buch passt 😉

Buch



Berlin – Du herrliche Chaos-Stadt
08.09.2009, 10:56 am
Filed under: Alltägliches

Seit Wochen  herrschen in Berlin chaotische Zustände im S-Bahn und Zugverkehr – gehört ja irgendwie beides zur Bundesbahn. Ich habe mich ja schon immer gewundert, wozu es eigentlich Fahrpläne gibt, wenn der Zug oder die S-Bahn nicht nach Fahrplan kommt, sondern irgendwann – keiner weiß so genau wann. Ist man allerdings der Ansicht, man kann sich Zeit lassen, der Zug kommt ja sowieso immer zu spät, da irrt man sich gewaltig, denn genau dann, fährt er sogar eine Minuter früher ab als sonst. Fahrpläne…????? – kennt die DB offensichtlich nicht.

Also, in Berlin wurden vor Monaten plötzlich von einem auf den anderen Tag die Hälfte der S-Bahnen aus dem Verkehr gezogen, da ging es um fehlerhafte Räder bzw. fehlende Kontrollen. Das Chaos in Berlin brach aus… Es fuhren nur noch wenige S-Bahnen die natürlich total überfüllt mit Menschen waren. Für dieses Chaos wurden dann schlichtweg einige Vorstände entlassen, die Züge in die Werkstätten gefahren und größzügigerweise wurden von der DB zusätzliche Regionalexpress-Züge auf den Strecken eingesetzt, auf denen kein S-Bahnverkehr mehr war.

Dies Züge wurden just letzte Woche wieder „aus dem Programm“ genommen, da die S-Bahn ja wieder mit einigen Zügen regelmässig fahren konnte…

Heute morgen war ich wie üblich auf dem Weg zum Bahnhof. Mist, etwas zu spät, aber zum Glück kam der Regionalexpress heute auch wieder 5 Minuten zu spät, was mir sehr entgegen kam. Also bis Hauptbahnhof war ich noch im Tal der Ahnungslosen, aber dann erwachte ich aus meinem Traum, wie üblich in die S-Bahn umsteigen zu können und zwei Stationen zur Arbeit zu fahren. Nein… es ging gar nichts mehr.

Denn: 3/4 der S-Bahnen wurden aus dem Verkehr gezogen wegen defekter Bremsen – dient ja zum Glück unserer Sicherheit, das nehmen wir doch gern in Kauf. Aber… wer wird denn dieses Mal dafür entlassen??? Wer ist Schuld an der Misere??? Ich meine die Züge waren doch alle in der Werkstatt wegen der defekten Räder – wieso wurden die Bremsen da nicht gleich mit kontrolliert??? Fragen, die man sich vermutlich logisch nicht beantworten kann, wenn man nicht zum Vorstand der DB gehört.

Der S-Bahnhof am Hbf. war voll gesperrt, die Strecke wurde nicht mehr befahren – da keine Züge vorhanden. Der nächste Regionalexpress zum Alexander-Platz kam erst nach einer halben Stunde.

Verzückt von der Vorstellung einmal diese luxuriöse U-55 auszuprobieren und zwei Haltestellen bis zum Brandenburger Tor zu fahren, machte ich mich auf die Suche zu dieser U-Bahn. Im Wirrwarr des Hauptbahnhofes habe ich dann den Zugang gefunden und mich gewundert, dass ich völlig allein auf dem Bahnsteig stand. Diese Luxusbahn kennt scheinbar niemand. Der Zug kam nach 7 Minuten, obwohl die Anzeigetafel 3 Minuten anzeigte – die Uhren funktionieren vermutlich nicht ;-). Welch ein Wunder, ein zweiter Gast fand sich ein und wir haben den Luxus der zwei Stationen in einem völlig leeren Zug genossen. Wahnsinn – die Haltestation „Bundestag.“ Für wen wurde die Bahn eigentlich gebaut???? Niemand stieg aus und auch niemand ein und ganz bestimmt nicht Abgeordnete oder Bundestagsangehörige, die fahren ja schließlich alle mit Dienstwagen – manchmal sogar bis nach Spanien.  Ankunft am Brandenburger Tor – eine Luxusfahrt ohne Fahrgäste und das für zwei Stationen.

Genial, aber wann kommt der nächste Bus oder vielleicht sogar eine S-Bahn?? Am Bus stand die Info in 10 Minuten, also dann doch lieber mal schnell wieder abtauchen in den Untergrund zur S-Bahn. Keine Anzeige, keine Durchsage, aber – oh Wunder – ein Informationshäuschen war besetzt mit einer förmlich auf dem Sitz zu zerfließenden Brötchen-schmatzenden und Bildzeitung-lesenden DB-Informantin, die entsetzt und genervt aufsah, als ich unverschämterweise wissen wollte, wann die nächste S-Bahn kommt. Ich wurde angeranzt „woher soll ick dat denn wissen, se sehen doch, dat Chaos herrscht, ick kann ja schließlich och nix dafür und kann Ihnen keene Auskunft jeben, wartense eenfach mal ab..“. Danach schaltete sie die Sprechanlage ab und widmete sich wieder ihrem Brötchen, dem Kaffee und der Bildzeitung. Toll…  – inzwischen war ich auch schon ziemlich genervt. Während meiner Überlegungen, ob ich lieber 20 Minuten zu Fuß gehe oder noch einige Minuten warten sollte, entschied ich mich zu gehen, als es plötzlich und unerwartet doch aus einem Tunnel rumpelte… Die S-Bahn – oh Wunder – fuhr ein und ich quetschte mich auch noch hinein. Unterwegs plagte mich die Platzangst und ich dachte „Laufen wäre besser gewesen“.

Für meine Fahrt zur Arbeit habe ich heute zwei Stunden gebraucht, kam eine Stunde zu spät und und muss die wieder nacharbeiten, dafür darf ich dann auch wieder eine Stunde mehr für den Rückweg einplanen – oder sollte ich vielleicht gleich hier im Büro übernachten?

Schade, dass ich nicht im Bundestag arbeite, da könnte ich wenigstens mit der Luxus-U-Bahn eine Station fahren…- eine U-Bahn so überflüssig und sinnlos wie ein Kropf… – aber dafür wenigstens echt teuer!

Was mich allerdings am meisten wundert ist, dass die Berliner das hinnehmen, als sei das der ganz normale Alltag. Sie warten, warten und warten und quetschen sich in übervolle Züge, als sei das das Normalste von der Welt. Schade, dass ich diese Mentalität nicht habe…

Ne, ne, ne Berlin – kein gutes Bild für eine Hauptstadt! Bei den chaotischen Zuständen tun mir die Touristen richtig leid…

Morgen also wieder das Fahrrad mobilisieren, zum Glück ist ja noch nicht Winter….

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2009/0908/berlin/0034/index.html