Ronjas way of life


Weihnachtsmärkte
30.11.2008, 8:31 pm
Filed under: Alltägliches

Wie kommt es nur, dass Weihnachtsmärkte ihren Reiz für mich vollkommen verloren haben. Im Gegenteil, sie sind mir fast ein Greuel.

Heute habe ich mich – allerdings ohne große Lust – darauf eingelassen, den Weihnachtsmarkt am Charlottenburger Schloß zu besuchen. Schloß – das klingt doch irgendwie romantisch und so nach Kunsthandwerk und Außergewöhnlichem – oder?

Nöö, völlig falsch. An diesem Ort war mir der Geist der Weihnacht völlig fremd. Nur Glühweihn- und Punschstände, dazu Würstchen und anderes ekliges fettes Zeugs und immer wieder Glühwein. Überall dudelte es durcheinander mit „ach so fröhlichen“ Weihnachten. Ein Bläser auf der Trompete klang wie ein verrosteter Kloodeckel und lag immer einen halben Ton daneben… – ohje welch ein Schmerz in den Ohren. Angewidert von den gräßlichen Tönen, den Menschenmassen, die mit  Eier-Glühwein-Punschbechern umherwanken und einem die Currywurst ins Kreuz schubsen, weil es so eng ist, da frage ich mich allen Ernstes „warum tut man sich so’n Mist an?“ und das alle Jahre wieder?

Dabei schmeckt der Punsch oder der Glühwein zu Hause sehr viel besser, ganz davon abgesehen, bekommt man davon keine Kopfschmerzen, weil man weiß, was drin ist. Werde ich langsam alt oder sind diese blöden Weihnachtsmärkte nur noch Volksverdummung mit Sauferei und Völlerei? Nein, ich glaube früher war das anders. Naja, Loriot meint ja auch „früher war mehr Lametta“… 😉

Mein Bedarf an Weihnachtsmärkten ist für dieses Jahr jedenfalls erst einmal wieder gedeckt…



Advent
30.11.2008, 11:04 am
Filed under: Humorvolles, Sarkastisches

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Und hier kommt mein Lieblingsgedicht von Loriot…

 

Advent

Es blaut die Nacht, die Sternlein  blinken,

Schneeflöcklein leis herniedersinken,

auf Edeltännleins grünem Wipfel,

häuft sich ein kleiner weißer Zipfel.

 

Und dort vom Fenster her durchbricht 

den dunklen Tann ein warmes Licht.

Im Forsthaus kniet bei Kerzenschimmer,

die Försterin im Herrenzimmer. 

In dieser wunderschönen Nacht, 

hat sie den Förster umgebracht.

 

Er war ihr bei des Heimes Pflege

seit langer Zeit schon sehr im Wege.

So kam sie mit sich überein,

am Niklasabend muss es sein.

 

Und als das Rehlein ging zur Ruh,

das Häslein tat die Augen zu,

erlegte sie direkt von vorn,

den Gatten über Kim‘ und Korn.

 

Vom Knall geweckt rümpft nur der Hase,

zwei-, drei-, viermal die Schnuppernase – 

und ruhet weiter süß im Dunkeln,

derweil die Sternlein traulich funkeln.

 

Und in der guten Stube drinnen,

da läuft des Försters Blut von hinnen.

Nun muss die Försterin sich eilen,

den Gatten sauber zu zerteilen.

Schnell hat sie ihn bis auf die Knochen

nach Waidmannssitte aufgebrochen.

 

Voll Sorgfalt legt sie Glied auf Glied,

was der Gemahl bisher vermied,

behält ein Teil Filet zurück –

als festtägliches Bratenstück und

packt zum Schluss, es geht auf vier,

die Reste in Geschenkpapier.

 

Da tönt’s von fern wie Silberschellen,

im Dorfe hört man Hunde bellen.

Wer ist’s, der in so tiefer Nacht,

im Schnee noch seine Runde macht?

 

Knecht Ruprecht kommt mit gold’nem Schlitten,

auf einem Hirsch herangeritten.

 

„Heh‘, gute Frau, habt Ihr noch Sachen,

die armen Menschen Freude machen?“

Des Försters Haus ist tief verschneit,

doch seine Frau steht schon bereit.

„Die sechs Pakete heil’ger Mann,

ist alles, was ich geben kann.“

 

Die Silberschellen klingen leise,

Knecht Ruprecht macht sich auf die Reise.

 

Im Försterhaus die Kerze brennt,

ein Sternlein blinkt,

 

ES IST ADVENT!!



Ich kann tief fallen…
28.11.2008, 11:03 am
Filed under: Gefühle, Melancholie, Nachdenkliches

aber muss ich deshalb „untergehen“ ?

NEIN, denn es steckt in mir „geballte Kraft“ und „Leidenschaft“! (ich bin ein Stier! 🙂 )

Ich  l e b e  mein Leben und ICH bin ICH, weil ich mein Leben so lebe, wie ich bin. Das wird mir plötzlich immer mehr klar und jetzt will ich endlich mit meinen Selbstzweifeln aufhören.

Diese Selbstzweifel, dieses nie gut genug sein sind klebrige Spinnenfäden aus denen ich mich befreie. Der Anfang ist gemacht!

Der Karren ist aus dem Dreck gezogen, jetzt übernimmt eine andere das Steuer. Ich kann mich entspannt zurücklehnen und werde nicht wieder eingreifen, egal wohin der Karren fährt. Ich bin raus! und dabei habe ich nicht einmal ein schlechtes Gewissen.

Manchmal kann ein Unglück auch ein Glück sein. Und mancher Umweg kann zum Ziele führen.

JETZT stehe ich an einer Kreuzung und kann wieder einen Weg wählen. Ja, es ist schön, dass man jeden Tag im Leben die Richtung ändern kann. Den Holzweg kenne ich jetzt schon zur Genüge, jetzt wird’s Zeit für einen „schönen“ Weg, den habe ich mir verdient und den finde ich!

:-)… ich arbeite daran!



„Man sollte…
27.11.2008, 5:50 pm
Filed under: Nachdenkliches

die Dinge so nehmen wie sie kommen.

Aber man sollte dafür sorgen, dass sie so kommen, wie man sie nehmen möchte.“

Okay, wenn’s doch nur so einfach wäre!



Meine Kräfte
24.11.2008, 4:43 pm
Filed under: Gefühle, Humorvolles

zur Zeit fühle ich mich wie dieser kleine Kerl…

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Meine Stadt der Engel
22.11.2008, 11:18 pm
Filed under: Alltägliches, Gefühle, Nachdenkliches, Stille

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Engel von li. nach re.: Engel der Freundschaft, Engel der Heilung, Glücksfigur mit kl. Dackel, Engel der Liebe und Engel der Harmonie

Vor einiger Zeit habe ich vier von diesen wunderschönen Demdaco-Engeln aus emotionalen Gründen wieder in ihre Kartons verpackt und in den Schrank gestellt. Ich habe sie einmal geschenkt bekommen und mich sehr darüber gefreut. Immer wieder, wenn ich diese Engel sah, habe ich an vergangene glückliche Stunden gedacht und diese Erinnerung hat mich traurig gemacht. So habe ich entschieden, diese Engel nicht mehr anzuschauen.

Aber jetzt ist es an der Zeit, alte Erinnerungen, auch wenn sie schön waren, in den Koffer der Vergangenheit zu packen und mit diesen Engeln in die Vorweihnachtszeit zu starten. Zum Glück bleibt eben nichts wie es ist. Auch unglückliche Zeiten vergehen genau so wie glückliche Zeiten – und das ist auch gut so.

Wenn alles nach Wunsch verliefe, wäre das Leben ja langweilig. Im Moment würde ich mir allerdings wünschen, dass mein Leben mal in ein etwas „ruhigeres“ Fahrwasser kommt. Immer nur Wasserfälle und Stromschnellen in einem reißenden Fluss sind ganz schön aufregend, vor allem, wenn man immer versucht, gegen den Strom zu schwimmen. Ich muss wohl lernen, die Dinge hinzunehmen wie sie sind und mit dem Strom zu schwimmen. Zumindest ist das sehr viel entspannter.

So zitiere ich mal wieder gern Reinhard Mey, der in einem LIed singt: Das Leben ist wie ein reißender Fluß, der nie stehen bleibt, der mich weiter treibt und erreich‘ ich ein Ufer, komme ich doch nur zum Schluß: Dass ich weitergehen muss….



Nicht mich
21.11.2008, 10:15 am
Filed under: Gefühle, Liebe, Melancholie

Du hast deine Macht
über mich verloren,
weil du sie mißbraucht hast.

Nun wirst du gehen,
weil du deine Macht
über mich geliebt hast,
nicht mich.

H. Kruppa