Ronjas way of life


GELB
31.10.2008, 12:11 pm
Filed under: Alltägliches, Nachdenkliches

Jetzt weiß ich auch, warum GELB meine Lieblingsfarbe und der Frühling meine bevorzugte Jahreszeit ist, warum ich Tennisbälle liebe und mir letztens so nach LILA war ;-):

Gelb-liebende Menschen sind Optimisten, geistvoll, aufgeschlossen, präsent, und voller Temperament und Humor. Sie wenden sich der Öffentlichkeit zu, streben nach Wissen, sind flexibel und kommunikativ, und bevorzugen die räumliche Ausdehnung. Sie brauchen die Freiheit eines Zugvogels, und gehören zu den kreativen und ideenreichen Zeitgenossen. Mit ihrem sonnigen Gemüt gehen sie vorurteilsfrei und offen auf andere Menschen zu und wirken dadurch sehr sympathisch.

Gelb ist dem „Sanguiniker“ (lebhaft) zugeordnet: Ist heiter und aufgeschlossen. Kann himmelhochjauchzend sein und gleichzeitig zu Tode betrübt. Neigt zu optimistischer Lebenseinstellung.

 Ausgleichende Farben: Komplementäres Violett bringt Balance. Auch gedeckte, dunkle Töne können das überschäumende Temperament des Sanguinikers vorteilhaft dämpfen.

 


Wesensverwandte Jahreszeit: Frühling

Allerdings gibt’s auch ein paar negative Eigenschaften von GELB, von denen ich gehört habe, nämlich „Neid“ und „Mißgunst“. Da mich solche Gefühle, die ich absolut nicht mag, auch hin und wieder heimsuchen, hilft es mir, sie wahrzunehmen und „abzulegen“ unter „Unrat“.

Und „Unrat“ soll man „vorbeischwimmen“ lassen, ein Rat, den ich gern befolge 🙂

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Verlassen von allen guten Geistern…
30.10.2008, 1:15 pm
Filed under: Gefühle, Melancholie, Nachdenkliches

 

Wie treffend Reinhard Mey das Leben beschreibt fasziniert mich immer wieder.

 

Im Moment fühle ich mich auch wie ein…

 

Einhandsegler auf dem Ozean

 

Du hast die Leinen losgeworfen mit einem Wort,

Alle Ketten, aller Ballast gehen über Bord,

Hast einen Strich gezogen, deinen Kurs bestimmt

Ins Logbuch eingetragen und das Ruder getrimmt.

Du bist aus dem Hafen auf das offene Meer freigekommen

Der Wind fällt in die Segel und du hast Fahrt aufgenommen.

Dein Bug spaltet die Wellen und pfeilschnell zischt

Dein Boot über die Kämme und es fliegt die Gischt.

Dein Kielwasser säumt schäumend deine Bahn

Einhandsegler auf dem Ozean.

 

Verlassen von allen guten Geistern

Das Spiel mit den Fluten meistern

Allein in einem zerbrechlichen Kahn

Einhandsegler auf dem Ozean.

 

Die Strömung ist gefährlich, die Untiefe nicht weit

Du musst kreuzen gegen Dummheit und den Geist der Zeit.

Die See wird rauh und kabblig, wenn du es wagst

Zu widersprechen, wenn du aufstehst und die Wahrheit sagst

Da ist keine stille Bucht, da ist kein schützendes Ufer,

Niemand in der Wasserwüste hört den mahnenden Rufer.

Dass du Recht hast, werden sie dir nie verzeih’n

Und dann stürzen alle Wetter zugleich auf dich ein!

Zähl‘ nicht auf Schönwetterfreunde im Orkan

Einhandsegler auf dem Ozean.

 

Verlassen von allen guten Geistern…

 

Du siehst Wellen und Wolken und du siehst kein Land

Da draußen liegt dein Los allein in deiner Hand.

Du hast den Funk abgeschaltet, du brauchst sie nicht mehr,

Die echten Heuchler, die falschen Klugen, die blinden Seher.

Du musst nicht mit ihnen um ihre goldnen Kälber tanzen

Egal, wie sie sich über dich das Maul zerfransen.

Niemand steht über dir – aber auch niemand steht dir bei.

Das ist ein hoher Preis, doch dafür bist du frei!

Du bist niemands Herr und niemands Untertan

Einhandsegler auf dem Ozean.

 
Verlassen von allen guten Geistern…  

 



Eine Stunde Verspätung…
29.10.2008, 11:28 am
Filed under: Alltägliches

oder die merkwürdige Reise zur Arbeit.

Ja, mit fast einer Stunde Verspätung bin ich heute am Arbeitsplatz „eingelaufen“.

Die Bundesbahn?? Nein, die war heute einmal nicht Schuld, denn die kam erstaunlicherweise heute  „just in time“ und superpünktlich. Ich gebe zu, ich war heute etwas schusselig und gedankenverloren.

Es begann damit, dass ich mir einen „gemütlichen“ Sitzplatz suchen wollte. Aber überall saßen auf jeweils 2 Sitzen ein Mensch mit einer Tasche oder einem Rucksack oder Koffer oder sonst etwas. Manche Menschen brauchten ein viersitziges Abteil gleich ganz für sich, jeder Platz wurde mit Taschen, Kleidung und ein Sitz für die Füße (mit Schuhen) natürlich benutzt.

Beim Anblick eines sich auf vier Sitzen flegelnden Jugendlichen kroch Ärger in mir hoch und ich habe ihn freundlich gebeten, doch seine schmutzigen Schuhe vom Sitz zu nehmen, da andere Menschen sich vielleicht ja noch mit sauberer Kleidung darauf setzen möchten und im übrigen möge er bitte seinen Rucksack von einem Platz nehmen, damit ich mich setzen könne. Murrend zog er den Rucksack weg und ich setzte mich neben ihn. Welch ein fataler Fehler, denn nun drang mir sein unangenehmer, ungewaschener Geruch in die Nase, der mich arg störte und mich dazu veranlasste den Kopf permanent in Gangrichtung zu halten, aus dem leider auch kein sehr viel besserer Geruch zu erwarten war. Naja, ich redete mir freundlich zu, doch nicht so empfindlich und kritisch zu sein, aber am frühen Morgen auf nüchternen Magen verursachen mir solche Gerüche Übelkeit. Zum Glück dauerte die „gemeinsame“ Fahrt ja nur 2 Minuten, weil er glücklicherweise mit Sack und Pack an der nächsten Haltestelle ausstieg.

Aber… es kam noch schlimmer. Zwei schwergewichtige Menschen – vermutlich ein Ehepaar, beide genau so hoch wie breit betraten das Abteil und belegten mit einem ebenfalls übergewichtigem quadratischen Gepäckstück, das beide kaum transportieren konnten, die drei frei gewordenen Sitze. Das Gepäckstück blockierte den Gang. Der Herr ließ sich mir gegenüber auf zwei Sitzen fallen, auf denen er förmlich zu zerfließen drohte und seine Frau Gemahlin machte es sich neben mir gemütlich. Unverzüglich überfiel mich eine merkwürdige Platzangst, die mich in den Gang flüchten ließ und mir dort das Atmen erleichterte. Allerdings gestaltete sich das Lesen etwas schwieriger, vor allem weil ich immer wieder dadurch abgelenkt wurde, dass dieses merkwürdige Paar sich offensichtlich auf den vier Plätzen „häuslich“ einrichten wollte. Sie standen beide auf und versuchten dieses quadratische koffermässige Gepäckstück in ihren Sitzbereich zu schaffen, was sich äußerst schwierig gestaltete, da zunächst zwei übergewichtige Personen den Sitzbereich verlassen mussten, um dieses Gepäckstück dort unterzubringen. Sie bewältigten das mit vereinten Kräften, aber dann gab es Sitzplatz-Schwierigkeiten. Da ja beide fast zwei Plätze benötigen und nebeneinander keinen Platz finden konnten, gab es mehrere Versuche, dieses Problem zu lösen. Allmählich musste ich ein Lachen unterdrücken, denn irgendwie tat mir dieses Szenario fast leid. Jedenfalls hat dann nur noch einer von den beiden dort Platz finden können und der andere hat dann eine Reihe weiter wieder zwei Plätze in Beschlag genommen. Aber wirklich süß anzusehen war, wie sie sich durch diese räumliche Trennung mit Küßchen verabschiedeten. Leider habe ich nicht mehr mit ansehen können, wie oft sie noch „umgezogen“ sind, da ich aussteigen musste.

Da ich immer noch lesend mein Buch in der Hand hielt und beim Umsteigen in die S-Bahn – für eine Station – noch einige Minuten auf einem anderen Bahnsteig warten musste, war ich so vertieft, dass ich gar nicht bemerkte, dass ich in „falscher Richtung“ unterwegs war. Erst vier Haltestellen später bemerkte ich meinen Irrtum und wechselte die Richtung. Tja, so kam es, dass ich eine Stunde „verspätet“ im Büro ankam.

Irgendwie fand ich diese Fahrt zur Arbeit schon etwas ungewöhnlich, aber vermutlich gerade passend zu meiner orientierungslosen Stimmung und dem tristen Wetter.

Allerdings hoffe ich, dass dieses triste GRAU sich vielleicht noch in einen etwas freundlicheren Farbton verwandeln könnte… – eher so ein gelbliches Grau, mit einem kleinen tic Grün, also so ein gelblich-grünes Grau vielleicht noch mit einem klitzekleinen Schuß „rosa“ ?… (ich frag‘ mal bei Loriot nach) 🙂

 

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LILA
27.10.2008, 4:49 pm
Filed under: Alltägliches

Auch wenn das Wetter heute eher grau ist, ist mir so nach LILA…

In Goethes Buch zur Fabenlehre ist zu lesen, dass Rotblau für ihn eine Farbe ist, mit der man sich wünscht „immer fort zu gehen, nicht aber, wie beim Rotgelben, immer tätig vorwärts zu schreiten, sondern einen Punkt zu finden, wo man ausruhen könnte.“  „Diese Farbe kennen wir unter dem Namen Lila, aber auch so hat sie etwas LEBHAFTES ohne FRÖHLICHKEIT.“ Ein Zitat aus diesem Buch:

„Lila: exklusiv und würdevoll
Diese Farbe, die einmal sakral, dann königinnenhaft, dann selbstbewusst, frech und abgrenzend daherkommt, verbindet sowohl adelige, frauenbewegte, lesbische Frauen als auch Würdenträger von christlichen Kirchen. Vielleicht mit diesem Motto: Ich zeige mich in auffälliger Weise und zeige damit, wer ich bin!“

Gelesen habe ich außerdem, dass im Mittelalter die Farbe Violett für Frauen und Männer auch ein Zeichen dafür war, dass sie unverheiratet waren und es auch dabei belassen wollten.

In diesem Sinne scheint die Farbe wohl zu passen 🙂 … aber nichts ist unmöglich…

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Nur jemand, den ich kannte…
26.10.2008, 5:02 pm
Filed under: Gefühle, Melancholie

Eines von meinen Lieblingsliedern von Ich & Ich

du bist nur jemand den ich kannte

vor langer zeit fuhren wir jede nacht im selben boot
wir hatten wiel spass
ich war die stewardess und du der pilot
vor langer zeit war ich von dir elektrisiert
dein name war auf meinem herzen tätowiert
heut bin ich froh, wenn ich so vor dir steh
der schmerz ist weg, ich dreh mich um und geh
das ist ok, das ist ok
du bist nur jemand, den ich kannte
das ist lange her
du bist nur jemand, den ich kannte
ich erinnere mich nicht mehr

vor langer zeit warst du cool und ein exot
wir hatten viel spass
und unsere fahnen wehten rot
vor langer zeit fuhrst du auf meiner energie
bis an den rand, bis an den rand der psychatrie
heut bin ich froh, wenn ich so vor dir steh
der schmerz ist weg, ich dreh mich um und geh
das ist ok, das ist ok

du bist nur jemand, den ich kannte
das ist lange her
du bist nur jemand, den ich kannte
ich erinnere mich nicht mehr
ich erinnere mich nicht mehr
ich erinnere mich nicht mehr…

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Vorstellung
25.10.2008, 10:29 am
Filed under: Gefühle, Melancholie

Als ich heute morgen aufwachte und so über mein Leben nachdachte, schossen mir wieder diese Bänder durch den Kopf. Aber dieses Mal waren es Stoffbänder, viele bunte Bänder mit allen Farbnuancen, die man sich vorstellen kann. Da habe ich mir gedacht, wenn jeder Tag ein farbiges Band wäre und man daraus einen Teppich weben würde, wie würde meiner wohl aussehen?

Wie dunkel oder hell wäre dieser Teppich, welche Farben hätte er ?? Ja, gewiß, ganz viele dunkle Bänder wären darin enthalten, aber auch ganz viele bunte und helle, golden schimmernde Bänder würden sich darin finden. Wenn ich nahe davor stehe, würde vielleicht das „Dunkle“ überwiegen, aber wenn ich ein Stück zurücktrete und diesen Teppich mit Abstand betrachte, würde ich erkennen, dass es ein sehr bunter Teppich ist und dass das Dunkle die hellen Stellen besonders hervorhebt.

Mit dieser Vorstellung ist es gar nicht so schlimm, die dunklen Bänder „anzunehmen“. Ich muss nur aufpassen, dass das Dunkle nicht überwiegt. Aber ich bin ein Mensch, der FARBE will und nicht schwarz-weiß und deshalb glaube ich, dass ich bald das ein oder andere bunte Band wieder finden werde. Ich bin ein Mensch mit Phantasie und langweile mich so gut wie nie und deshalb glaube ich, dass es ein bunter Teppich werden wird 🙂

Ich arbeite daran…



1000 Meter beginnen mit dem ersten Schritt…
24.10.2008, 9:54 am
Filed under: Gefühle, Melancholie

und „100“ Tage mit dem ersten Tag.

Da das mit den 100 Tagen – mich komplett von einem Lebensabschnitt zu verabschieden –  schon einmal nicht geklappt hat und ich LEIDER nur 70 Tage durchgehalten habe, fange ich jetzt mit „69“ Tagen an und die müssen reichen. Denn dann beginnt ein Neues Jahr! – und neues GLÜCK!

Ein guter Zeitpunkt nach vier Jahreszeiten endlich alle Bänder, die mich fesseln, zu zerschneiden.

Wer gibt mir eine Schere??