Ronjas way of life


Wieder da…
06.03.2009, 9:08 am
Filed under: Alltägliches, Glück, Nachdenkliches

Liebe Freunde!

vielen Dank, dass Ihr Euch um mich sorgt. So ganz unbegründet war es nicht, es ist nichts Schlimmes  passiert. Ich hatte mal wieder Glück oder besser gesagt, mein Schutzengel hat mir beigestanden.

Ich bin am Donnerstag vor einer Woche bei vollem Einsatz einen kleinen Stopball beim Tennis zu bekommen, mit meinem Mixedpartner zusammengestoßen und auf dem Tennisbodenbelag (Quarzsand auf Teppich, Untergrund Beton) so ausgerutscht, dass die Beine in die Luft flogen und mein Arm – der  ja noch in der Ausschwungbewegung vom Balltreffpunkt war – keine Möglichkeit hatte, mich auf die Schnelle irgendwie abzustützen. Wo sich der andere Arm befand, kann ich nicht mehr sagen. Jedenfalls hat er nicht „gebremst“. So bin ich ungebremst mit voller Wucht auf den Hinterkopf „geknallt“. Auf einmal war es kurzfristig dunkel und ich hörte die besorgten Stimmen meiner Mitspieler. Ich öffnete die Augen und sah und erkannte alles. Dass ich bei diesem Knall, der wohl in der ganzen Halle zu hören war, die Augen wieder öffnete, damit hatte niemand gerechnet. Ich ehrlich gesagt auch nicht. Aber… ich konnte mich an alles erinnern und war wieder „voll“ da. Bin aufgestanden, habe einen Schluck Wasser getrunken und wollte unbedingt weiter spielen… Ja, ich weiß, das versteht niemand, aber ich musste irgendwie weiterspielen, um mir zu beweisen, dass alles in Ordnung ist. Denn, sonst wäre es ja wohl etwas „Ernstes“ gewesen. Also habe ich mich aufgerafft und noch ca . eine halbe Stunde weiter gespielt und den Satz beendet. Als ich dann in der Umkleidekabine saß war mir übel und ich habe zugesehen, dass ich so schnell als möglich mit meinem Auto nach Hause kam. Naja, die Nacht habe ich schlaflos verbracht. Kopfschmerzen, Übelkeit und Schmerzen im Nacken und Schultern. Allerdings bin ich noch ins Büro gefahren, da ich dachte, das wird schon wieder. Aber von dort aus wurde ich von einem Kollegen ins Krankenhaus gefahren.

So durfte ich dann ca. 5 Stunden in der Charité verbringen. Man lernt zwar viele Menschen und Schicksale kennen, aber wenn es einem selbst nicht so gut geht, zieht einen das noch mehr runter. Und wieder habe ich erkannt, wie dankbar ich sein kann, dass ich überhaupt noch sitzen und sprechen kann. Dass ich meine Gedanken noch ordnen konnte und mich auch an alles erinnern konnte. Zum Glück hat das CT keine Blutungen im Kopf ergeben und auch keine Knochenverletzung. Lediglich hatte ich dieses komische HWS-Trauma, das sehr unangenehm war und sich im Laufe des Wochenendes noch steigerte. Der Sportartzt am Montag morgen hat mich dann erst einmal eine Woche aus dem Verkehr gezogen. Mit einer Spritze in die Schulter und dem strengen Hinweis „Ruhe zu halten“ ,  mich hinzulegen und auf Fernsehen und alles zu verzichten, hat er mich eine Woche krankgeschrieben.

Ehrlich gesagt, nach Computer war mir in dieser Zeit auch überhaupt nicht. Auf das Fernsehverbot habe ich nicht ganz verzichtet, sondern mir eine Stunde pro Tag eingeräumt. Aber Tennis- und Sportverbot habe ich strikt eingehalten, der Schlag auf den Hinterkopf hat mich nämlich nun doch sehr nachdenklich gemacht.

Mir geht es wieder – bis auf die Schmerzen in der Schulter – fast richtig gut, aber ich werde tatsächlich noch eine Woche mit Tennis aussetzen, wie befohlen.

Froh und dankbar bin ich allerdings, dass ich diesen Sturz fast „unbeschadet“ überstanden habe. An dieser Stelle ist es nur von Vorteil, wenn man – wie man mir nachsagt – einen „dicken Kopf“ hat. Und etwas Positives hatte dieser Sturz auch: Ich werde etwas bewusster mit mir umgehen und bin jeden Tag dankbar dafür, dass ich gesund sein darf. Ein Geschenk, das ich vielleicht gar nicht mehr so richtig zu schätzen wusste oder besser gesagt, das mir gar nicht so bewusst war.

In diesem Sinne wünsche ich uns allen noch eine schöne gemeinsame „Bloggerzeit“ bei bester Gesundheit!

Alles Liebe

Eure Ronja!

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21 Kommentare so far
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*uihyuiyuih* Da hast du aber ziemliches Glück gehabt. Das hätte auch ein knackendes GEnick geben können 😦 Ich hoffe, es geht dir wieder besser. Mit solchen Sachen ist nicht zu spaßen. Das nächste Mal SOFORT zum Arzt. Sonst komm ich her und zieh dir zusätzlich die Ohren lang.

Freidenkerin und ich haben uns richtig Sorgen gemacht, denn selbst wenn du Stress hattest. ein Minihallo hast du immer mal abgegeben. Dieses Mal war gar nix 😦

Pass gut auf dich auf, versprochen?

Kommentar von Wortman

ja lieber Worti, das habe ich und bin auch heilfroh, dass diese Geschichte so glimpflich abgegangen ist. Werde versuchen, mal mehr auf mich zu achten und nicht nur den kleinen Ball im Kopf zu haben – ist aber schwer 😉

Kommentar von raeuberbraut

So lange du nur spieltechnisch den Ball im Kopf hast und nicht auf anderen Wege *g* ist ja alles ok.

Bei solchen Sachen wird einem dann auch schnell wieder bewusst, wie schnell etwas zu Ende gehen könnte… 😦

Kommentar von Wortman

Und Du konntest Dich wirklich schonen? Ich bin stolz auf Dich! 🙂
Ich denke an Dich!

Kommentar von nedganzbachert

Oh jeee – liebe Ronja, ein Glück, daß dein Unfall nochmal glimpflich ausgegangen ist!

dass du weitergespielt hast, um dir zu zeigen, dass alles ok ist, kann ich nachfühlen – ich glaub, ich hätt genauso reagiert. Aber gut, daß du dich letztlich doch im Krankenhaus hast durchchecken lassen – und daß bis auf das HWS-Trauma (und das ist unangenehm genug) nichts passiert ist.

Ich wünsch dir weiterhin ganz rasche gute Besserung, und ja ..schon dich .. auch wenn’s manchmal nicht leicht fällt 😉 damit du dann bald wieder fit bist.

Ganz liebe Wochenendgrüße schickt dir
Ocean 🙂

Kommentar von Ocean

Dem Himmel sei Dank, daß dein Tennisunfall relativ glimpflich abgelaufen ist! Und sehr gut, daß du dich brav an die Anweisungen des Arztes gehalten hast. Das Computern macht aber auch keinen Spaß, wenn einem die Birne brummt, das kenn ich von meiner Migräne her.
Jedenfalls freue ich mich riesig, daß du wieder unter uns weilst! 😆
Wünsche dir ein erholsames, schonendes und schönes Wochenend! 🙂

Kommentar von freidenkerin

@worti: Es zählte in diesem Moment nur der Ball, den ich auch getroffen habe… – aber dann kam der Knall …

@ngb: ja, ich war brav und mir war tatsächlich nache Ruhe – ob Du es glaubst oder nicht 😉

@ocean: vielen Dank für Deine lieben Wünsche und schön, dass Du mich verstehst 😉

@freidenkerin: ja, ich feue mich auch sehr und vor allem aber auch über Euch – meine Freunde!

Ein schönes Wochenende wünscht Euch
Ronja!

Kommentar von raeuberbraut

Du bist echt leichtsinnig, nach so einem Sturz noch weiter zu spielen. War wohl so eine Art Schockreaktion. Und erstaunlich, dass die anderen das zugelassen haben.
Ich freue mich aber, dass aller ohne dauerhaften Schaden verlaufen ist und da du inzwischen wieder bloggst, wohl auch ohne Dachschaden 😉

Kommentar von tonari

@tonari: Wenn ich mal so eine sehr ausgedehnte Blog-Runde drehe, beschleicht mich des öfteren der Verdacht, daß es Etliche gibt, die MIT Dachschaden bloggen… *ggg*

Kommentar von freidenkerin

Wie wahr, wie wahr.
Aber bei Ronja hab ich nichts dergleichen erlesen und festsstellen können.

Kommentar von tonari

Nein, gottlob nicht!

Kommentar von freidenkerin

Danke Euch beiden! Schön, dass Ihr mich für noch relativ normal haltet, obwohl ich manchmal da auch so meine Bedenken habe. Zumindest haben die Leute mich mit meiner Hexe bei Starbucks komisch angesehen und Tonari war mit im Sog 😉 Aber ein schönes Projekt, hat Spaß gemacht. Was macht den die liebeskranke Haltestelle??? Gib‘ ihr mal meine neueste Kreation der Schokolade, das hilft vielleicht! Tschüssi Ihr Zwei, ein schönes WE Eure Ronja

Kommentar von raeuberbraut

Du und normal??? Gottlob nicht!
Du weißt:
Die Welt brauchst Verrückte …

Schön, dass es Dich gibt!

Kommentar von nedganzbachert

@ngb
Es war nicht von nicht normal die Rede, sondern von Dachschaden 😉 Ein kleiner, aber feiner Unterschied.
Ein kleines bisschen verrückt muss man in Berlin sein, sonst wird man es spätestens da.
Singt: „Du bist verrückt, mein Kind, du musst nach Berlin. Da wo die Verrückten sind, daa jehörtste hin.“

Kommentar von tonari

Die Haltestelle und ihr Haltesteller schmachten sich unentwegt über die Straße hinweg an. Aber ich kann ja nicht ständig einen Kran organisieren, nur damit die Beiden ne feurige Liebesnacht verbringen können! Das Haltestellchen hat sich übrigens ganz schön heraus gewachsen, die ist jetzt Behelfs-Haltestelle in Grünwald bei München, da hab ich sie letzte Woche erst entdeckt.
Dieses Lied „Du bist verrückt, mein Kind…“ hat mal ein ehemaliger Küchenchef bei uns immer dann angestimmt, wenn ich die Wirtschaft betreten habe, ich weiß auch nicht, warum. 🙂
Wünsch dir einen schönen und geruhsamen Sonntag. 🙂

Kommentar von freidenkerin

„lach“, ja, Ihr habt alle Recht. Die Welt ist voller Verrückter und ich gehör‘ dazu ;-). In dieser ernsthafen, von Krisen bedrohten Welt ist es schön, einfach einmal ein bißchen die Welt auf den Kopf zu stellen und ein wenig „verrückt“ zu sein. 😉

Kommentar von raeuberbraut

Also liebe Freidenkerin, wenn das der Herr Zille war, dann musst Du unbedingt nach Berlin! Das Wetter ist hier zwar auch nicht das „Gelbe“ vom Ei, aber… die Stadt pulsiert und ich könnte mir vorstellen, dass Du hier gut aufgehoben bist. Also Haltestellen gibt’s hier auch – mehr als genug 😉

Kommentar von raeuberbraut

Wenn ich mit dem Layout für mein erstes Buch – eine Sammlung Kurzgeschichten, Erzählungen und Gedichte – fertig bin, möchte ich den Faden der Villa Marienfels – mein Haus am Berg – wieder aufnehmen. Und da kann es durchaus sein, daß ich der Recherchen wegen – wenn ich diesen Roman schreiben will, muß ich Material über das Familienleben des Unternehmers Richard Pintsch sammeln – eine Reise nach Berlin mache.

Kommentar von freidenkerin

Oh, Du hast ja tolle Pläne. Ein Buch schreiben. Super ! Ich möchte bitte auch ein Exemplar und handsigniert von der Autorin. Über das Thema „Villa Marienfels“ bin ich noch nicht im Thema und Richard Pintsch sagt mir auch nichts, aber wenn Du nach Berlin kommst, müssen wir uns sehen! Ich würde mich freuen. Tschüss und gute Nacht Ronja

Kommentar von raeuberbraut

Seit meiner Kindheit habe ich in meiner Heimat ein Traumhaus: Eine wunderschöne Villa, die auf einem Felsvorsprung förmlich über dem Ort Berchtesgadens zu schweben scheint. Ich habe darüber auch schon zweimal kurz geschrieben: „Haus am Berg“ und „Haus am Berg II“. Vor einigen Wochen durfte ich erfahren, daß diese Villa eine außerordentliche Geschichte hat. Und seitdem kitzelt es mich in all meinen Fingerspitzen, diesen Stoff zu einem Roman zu verarbeiten. Und der Industrielle Richard Pintsch war im ausgehenden neunzehnten Jahrhundert der Erbauer und Besitzer dieses traumhaften Anwesens.
Wünsche dir einen schönen Wochenanfang.

Kommentar von freidenkerin

@freidenkerin, mensch das hört sich ja super interessant an. Ich sage ja, Du hast Talent zum Schreiben und das wird bestimmt ein tolltes Buch.
Ich wünsche Dir viele gute Einfälle und dass dieses Projekt erfolgreich wird! Alles Liebe Ronja

Kommentar von raeuberbraut




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