Ronjas way of life


Schadet zu viel Offenheit?
17.09.2008, 1:26 pm
Filed under: Gefühle, Nachdenkliches

 

Durch Hinweise verunsichert, dass ich zu offen über meine Gefühle und Gedanken schreibe, habe ich alles noch einmal gelesen und stelle mir die Frage „Stimmt das“??

 

Kann man eigentlich zu offen sein?

 

Nein, ich kann an dem, was ich geschrieben habe nicht erkennen, dass ich zu viel von mir preisgebe. Nie kann man einen Menschen ganz kennen, denn wer kennt sich selbst schon ganz? Etwas Unberechenbares bleibt doch immer – oder?

 

Ich bin bisher davon ausgegangen, dass „Offenheit“ Vertrauen schafft, aber vermutlich schadet es in einer Partnerschaft. Denn wer sich der Zuneigung, Loyalität eines Partners zu sicher ist, verliert offensichtlich den Respekt. Womit ich wieder beim Thema „Wertschätzung“ bin.  

 

Für mich ist „Offenheit“ eine wertvolle Charaktereigenschaft, weil ich sie mit Ehrlichkeit, Extrovertiertheit, Abenteuerlust und Geselligkeit verbinde.

 

Ich „schätze“ diese Menschen, die sich mir „offen“ präsentieren, weil ich von ihnen erfahre was sie fühlen und denken und das schafft Nähe und Vertrauen.

 

Sicher sind offene Menschen sehr leicht verletzbar, weil sie „Schwäche“ zeigen, die meines Erachtens aber auch wieder eine Sträke ist. Denn sie stehen zu ihren Schwächen – oder sehe ich das falsch?

 

Okay, das ist jetzt mal wieder etwas, worüber ich nachdenke 😉

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29 Kommentare so far
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hallo räuberbraut!

ich bin derselben meinung. offenheit schafft vertrauen.

Ich bin bisher davon ausgegangen, dass „Offenheit“ Vertrauen schafft, aber vermutlich schadet es in einer Partnerschaft.

das macht mir jetzt ein wenig gedanken. ich habe auch schon gehört, dass keine geheimnisse eine beziehung langweilig machen… wirklich offen sei man nur mit dem besten freund und/oder der besten freundin. ob da etwas dran ist?

und trotzdem sehe ich es wie du – offenheit ist eine positive eigenschaft.
solange man sich damit nicht aufdrängt…

liebe grüsse,
aprikose

Kommentar von aprikose

Danke Aprikose für Deinen Kommentar.
Ja, ich finde es komisch, dass Menschen, die am wenigstens von sich preisgeben am interessantesten sind. Manche machen das wohl absichtlich, um andere zu manipulieren, aber mir liegen diese „Spielchen“ nicht. Vielleicht ist das, was „berechenbar“ ist, einfach nicht interessant genug? oder gar langweilig?
Ich war gerade kurz auf Deiner Seite, gefällt mir sehr gut und gerne lese ich mehr. Alles Gute ! Ronja

Kommentar von raeuberbraut

Zu seinen Schwächen zu stehen ist wahre Stärke. Zu dem stehen, was man macht und kann /nicht macht und kann ist Stärke.

Sehr „offene“ Menschen laufen immer Gefahr verletzt zu werden, da der/die Gegenüber das viele Wissen nutzen kann. Allerdings: ohne Offenheit kein Vertrauen. Das steht fest.

Das Menschen, von denen man sehr wenig weiß, am interessantesten sind, liegt wohl in der Interpretations- und Wunschdenken-Fähigkeit des Einzelnen, warum er/sie sich so verschließt.

[OffTopic] Bin gespannt, wann du die erste Eierlikörtorte machst 🙂 Och, so eine Torte kann man ruhig mal verputzen… das Laufband muss ja nicht immer angeschaltet sein 😉

Kommentar von wortman

@wortmann: „Wunschdenken-Fähigkeit“ ?, ja, davon habe ich ganz viel; ich bin nämlich ein Mensch mit Phantasie und daher kommen dann nämlich auch die „Enttäuschungen“.

Aber ich glaube Deine Eierlikörtorte wird alle meine Erwartungen übertreffen, bei den Zutaten?? Ich glaube, da muss ich ein paar Leute zu einladen, sonst schaffe ich die noch allein… – ich sage nur „Hüftgold“ 😉 Vielen Dank fürs Rezept!

Kommentar von raeuberbraut

bisschen hüftgold ist doch ganz ok. oder willst du etwa diesen hungermodels konkurrenz machen? *brrrr*

das mit dem „wunschdenken“ ist einfach so: man macht sich z.b. vom virtuellen gastgeber so seine vorstellungen und wenn man dann vielleicht mal real aufeinandertrifft, dann kann eine „enttäuschung“ schon mal hart ausfallen 😉
nicht anders im reallife: da will beeindruckt werden, der/die gegenüber zeigt sich von der besten seite… und irgendwann kommt dann die wahrheit fliegenden fußes angerannt…
muss ja nicht immer so sein 😉

Kommentar von wortman

Meine Offemheit bei mir oft nicht so sehr das Problem, sondern vielmehr, dass ich die Offenheit des anderen in zu goldenem Licht sehe.
Aber natürlich werde ich öfter verletzt, weil meine Gegenüber mehr von mir weiß. Das ist der Preis der Nähe.

Kommentar von nedganzbachert

@wortmann: Hüftgold hin oder her, es kommt auf das Wohlfühlgewicht an und das liegt bei mir mindestens bei 6 kg weniger… schon allein wegen der Garderobe;-)

Tja, das Vorstellungen manchmal anders ausfallen ist klar, aber eine unglückliche Liebe beinhaltet ja immer so ein Wunschdenken „es wird alles gut“, aber nichts wird gut – leider.

Ja, Deine Interpretation von „virtuellen“ Besuchern in der Realität kann ich gut nachvollziehen, das ist dann wieder eine Sache von „Erwartungen“ 😉

Kommentar von raeuberbraut

@ngb: wie geht denn das??? Wenn der andere offen ist, wie kann er dann mehr von Dir wissen???

Nähe – ein gutes Thema für einen Artikel…

Kommentar von raeuberbraut

Versuche mich nicht zu verstehen, ich verstehe mich selbst nicht …

Kommentar von nedganzbachert

Aber natürlich werde ich öfter verletzt, weil mein Gegenüber mehr von mir weiß. Das ist der Preis der Nähe.

das geht mir manchmal auch so. aber mittlerweile kann ich recht gut einschätzen, wem ich was anvertrauen kann, ohne verletzt zu werden. und bin trotz allem immer noch offen.

und ist man nicht auch langweilig, wenn man immer verschlossen bleibt?

wortman: enttäuschungen gibts immer. andersrum gehts aber auch nicht, wenn man sich dem andern gleich zu beginn komplett von innen nach aussen kehrt, oder?
das richtige mass zu finden ist schwer – bei beziehungen als auch beim „hüftgold“ 😉

liebe grüsse,
aprikose

Kommentar von aprikose

@Raeuberbraut: Wenn immer alles „gut“ wird, ist es auch langweilig, weil vorhersehbar, oder?

@NGB: Wie das gehen soll versteh ich nun auch nicht so ganz und noch weniger, warum man dich nicht verstehen soll…

@Aprikose: Man ist totlangweilig ,wenn man sich nur verschließt. Wenn X nichts von sich preis gibt, wozu soll man sich dann überhaupt mit X beschäftigen?
Das richtige Maß ist nicht immer so einfach zu finden und wie du es schon sagst, „komplettöffnung“ gleich zu beginn wird jeden potentiellen gegenüber ruckzuck in die flucht schlagen. 😉

Kommentar von wortman

Okay, Ihr habt alle Recht! Das richtige Maß muss her. Fragt sich nur wo ist die Grenze, was geht und was geht nicht. WEnn man sich kennenlernt und sich verliebt, sollten doch beide viel von sich erzählen, denn wie soll man wissen, ob man zueinander passt?

Kommentar von raeuberbraut

wortman, genau das meine ich. und irgendwann geht einem auch geheimniskrämerei auf den wecker, und dann wars das auch.

du hast auch recht, ronja. aber wenn sich der gegenüber für einen interessiert, dann wird er nachfragen. und ein paar fragen später läuft es von alleine. ich denke, der korrekte „grad der offenheit“ ist schwierig zu finden und benötigt etwas menschenkenntnis.
was bestimmt ein no-go ist: sich einfach aufdrängen. wer kennt nicht diese leute, die einem unbedingt ihre lebensgeschichte erzählen wollen? so etwas wirkt einfach unnatürlich.

lass dich fragen, frag zurück, dann bleibst du interessant. geschichten erzählen kannst du, wenn du alt bist 😉

liebe grüsse,
aprikose

Kommentar von aprikose

lass dich fragen, frag zurück, dann bleibst du interessant
DAS hast du gut gesagt aprikose 🙂 nichts ist abtörnender, als wenn jemand einem bei den ersten dat/dates gleich die gesamte lebensgeschichte um die ohren haut. *brrrr* time to go sag ich da nur.
eine portion menschenkenntnis sollte man schon haben.

@ronja: um zu wissen, ob man zueinander passt, dass ergibt sich sowieso erst viel später.. es sei denn, bestimmte gesagte dinge kommen schon am anfang zum zuge 😉

„penible“ sind mir ein greuel. alles muss seinen korrekten platz haben, alles muss gradlinig sein usw. usw. *uaah* da bekomm ich eine krise 🙂

Kommentar von wortman

wortman, ein bisschen penibel kann man durchaus sein. leute mit gewissen prinzipien finde ich persönlich ansprechender als menschen, die einfach mal irgendwie leben und denen alles mehr oder weniger egal ist 😉

Kommentar von aprikose

gegen „gewisse prinzipien“ hab ich ja auch nix… nur mag ich keine ordnungsfanatiker und panische putzteufel 😉

Kommentar von wortman

da schliesse ich mich an. man kann schliesslich alles übertreiben 😉

Kommentar von aprikose

geenaauu

Kommentar von wortman

Alles was Ihr schreibt stimmt. Ich mag die nach außen hin super „Pflichtbewußten“ Menschen auch nicht, die sich lieber der Arbeit als dem Vergnügen zuwenden. Manchmal ist das nämlich auch eine „Flucht“.

Okay, ich gebe zu, mich hat der Blues voll erwischt, obwohl ich vom Kopf her eigentlich einiges weiß.

Zur Offenheit zwischen zwei Menschen: Wenn man sich zwei Jahre kennt und immer noch nicht weiß, was fühlt der andere wirklich, ist das schon unverständlich – oder? Für mich sind „Taten“ wichtig, die zu Worten passen und irgendwie kriege ich da etwas nicht „auf die Kette“. Aber okay, so ist das jetzt mal. Ich übe mich im „Annehmen“ meiner vorübergehenden Unlust.

Kommentar von raeuberbraut

Manchmal allerdings bin ich störrisch und will etwas nicht einsehen oder annehmen. So ist das mit den Stieren 😉

Kommentar von raeuberbraut

irgendwie renn ich immer den stieren in die arme *lach* meine exfrau ist einer, meine jetzige freundin auch 🙂

das siehst du richtig. nach zwei jahren sollten gefühle, taten und das „darum sind wir zusammen“ schon überaus klar sein. ansonsten fehlt da etwas an miteinander und es hat sich zu viel nebeneinander eingeschlichen.

wenn man nicht grade ein „krankhafter“ workaholic ist, ist dieses „leben um u arbeiten“ meistens eine flucht vor der verantwortung des lebens. so muss man sich bestimmten dingen nicht stellen.
ich arbeite um zu leben, deswegen bin ich wohl auch nicht so der geborene karrieretyp 🙂

Kommentar von wortman

@wortman, ja, so geht es mir auch. Ich arbeite um zu leben und um mir in der Freizeit meine Hobbies leisten zu können und die schönen Dinge des Lebens genießen zu können.

Herzlichen Glückwunsch zu dem „Stier“, da hast Du einen guten Griff getan. Stiere sind die nettesten Menschen 😉

„Sie ist ein STier, es steckt in ihr geballte Kraft und Leidenschaft, wer nicht pariert, wie sie regiert, an dem ihr liegt, der fliegt.“

Na? Dieser Spruch kann ja nur von einem Mann kommen, von meinem Ex-Mann, eine Jungfrau. Angeblich ein Freundschaftszeichen, aber das geht gar nicht.

Was bist Du denn eigentlich? Krebs, Waage und Steinböcke passen am besten …

Kommentar von raeuberbraut

sehr gut passt auch mein sternzeichen zum stier: ich bin „jungfrau“ 😉

netter stier“spruch“ 🙂

Kommentar von wortman

oh je – auch das noch… – aber Du bist vielleicht keine typische Jungfrau. Die sind nämlich wirklich sehr pedantisch und sehr auf eine gute „Außenwirkung“ bedacht. Aber eigentlich sind wir das ja alle 🙂

Kommentar von raeuberbraut

pedantisch? bloss nicht. in der hinsicht bin ich absolut keine linientreue jungfrau 😉 und „außenwirkung“ ist für mich nicht so relevant. 🙂

Kommentar von wortman

außerdem soll „frau“ ja auch nicht verallgemeinern – nur weil ich mit drei Jungfrau-Männern (Vater, Chef und Ehemann) nicht besonders gut ausgekommen bin, müssen ja nicht alle „gleich“ sein 😉 (Bei den dreien war allerdings Pedanterie und Schulmeisterei stark ausgeprägt). Etwas, was ich überhaupt nicht mag.

Kommentar von raeuberbraut

@wortmann, sorry mit der Frage was Du für ein Sternzeichen bist. Ich hätte es wissen müssen, denn ich habe dir ja zum Geburtstag gratuliert. Manchmal stehe ich echt auf der Leitung und tappe ins Fettnäpfchen. Ich brauche Urlaub…;-)

Kommentar von raeuberbraut

[…] oder Leben? Lebe ich, um zu arbeiten, oder arbeite ich, um zu leben? Der Kommentar von wortman auf Ronjas Blog hat mich grad zum Nachdenken gebracht. Immer wieder dieselbe Frage, die sich mir […]

Pingback von Arbeiten oder Leben? « why does my heart…

ohgott… wie ich das hasse… pedanterie und besserwisserei *brrrrr* da bin ich wirklich die untypische jungfrau 🙂 naja, bin ja auch eher ein untypischer mann: interessiere mich weder für autos, motoren noch fussball 🙂

warum denn sorry? ich seh das nicht so eng. also sei unbesorgt 🙂

Kommentar von wortman




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