Ronjas way of life


Enttäuschung
15.09.2008, 11:17 am
Filed under: Gefühle, Melancholie, Worte

Enttäuschung … findet komischerweise immer wieder statt, obwohl man eigentlich weiß, dass das nicht sein muss. Schließlich haben wir ja gelernt, Dinge hinzunehmen, die man/frau nicht ändern kann.

Mit dem zweiten Teil dieses Spruches, nämlich Dinge zu ändern, die man ändern kann ist das schon schwieriger und dann noch die Weisheit zu besitzen, das eine vom anderen zu unterscheiden ist eine Lebensaufgabe.

Aber zurück zur Enttäuschung. Wie entsteht sie eigentlich? Richtig, ich habe etwas „erwartet“, was nicht eingetroffen ist. Aber warum „erwartet“ man eigentlich etwas?

Das setzt doch voraus, dass man die Dinge nur mit „eigenen“ Augen betrachtet und den anderen Menschen, der unsere Erwartungen nicht erfüllt, in ein Schema presst, in das er vielleicht gar nicht passt. Und falls unsere Gedanken tatsächlich der Realität entsprechen, ändert das am Verhalten des anderen auch nichts. Also wären diese Überlegungen doch schon mal völlig überflüssig und außerdem auch egal. Denn jeder hat das Recht so zu sein, wie er ist und jeder ist für seine Handlungen selbst verantwortlich.

Aber wie kann ich mich aus dieser Negativ-Denken-Spirale befreien? Denn wenn etwas nicht so läuft, wie erwartet, springt das Gedankenkarrusell ja sofort an. Schließlich weiß ich ja auch, dass negative Gedanken – negative Gefühle herbeiziehen und dann hat man diese blöde Enttäuschung am Hals.

Wenn ich mir z.B. vornehme am Wochenende „Skaten“ zu gehen und das Wetter ist schlecht, bin ich auch erst einmal enttäuscht, aber ich habe eben immer noch eine Menge Alternativen auf Lager, was ich statt dessen tun kann.

Bei menschlichen Enttäuschungen fehlen mir manchmal die „Alternativen“, da ist man innerlich aufgewühlt und es fällt einem so schnell keine Lösung ein. Der Grund ist, weil man sich mehr mit dem Verhalten des anderen beschäftigt als mit sich selbst. Ich habe festgestellt, dass die Konzentration auf die „eigenen Gefühle“ in diesem Fall sehr hilfreich ist. Denn nur diese eigenen Gefühle kann ich verändern, was ja auch nicht immer einfach ist.

Manchmal hilft ein warmes Bad mit duftenden Aromaölen, eine Meditation, ein schöner Film, meine Bücher, ein gemütlich-faules Wochenende, ein Stückchen Schokolade, ein Telefongespräch mit einem Freund und der Genuß, auch einmal mit sich allein zu sein.

Im übrigen auch der Kölner Spruch: „Et is wie et is und et kütt wie et kütt!“

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2 Kommentare so far
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Enttäuschungen kenne ich auch sehr gut, damit ist man länger beschäftigt, als mit schönen Erlebnissen. Aber ich finde bestimmte Erwartungen an Menschen sollte man schon haben dürfen und wenn die nicht erfüllt werden, dann gehören diese Menschen eben nicht zum Freundeskreis. Immer wieder enttäuscht zu werden bringt ja auch nichts.

Kommentar von Amsel

stimmt Amsel, aber erst muss man/frau mal den Ausstieg finden. Ich glaube man enttäuscht sich selbst, weil man sich etwas „vorgemacht“ hat, denn sonst wäre man ja nicht enttäuscht – oder?

Kommentar von raeuberbraut




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