Ronjas way of life


Geliebte
21.08.2008, 9:17 am
Filed under: Gefühle, Liebe | Schlagwörter:

Für mich ein eigenartiges Wort, das mir Beklemmungen verursacht.

Ja, das schöne Wort „lieb“ ist darin enthalten, aber diese Vorsilbe „ge“ lässt eigentlich eher darauf deuten, dass es sich um Vergangenheit handelt – oder?? In der Gegenwart kann man doch nur jemanden „lieben“ – oder wie…???

Und wer ist eigentlich eine „Geliebte“ – sprachgebräuchlich hat dieses Wort irgendwie einen negativen Touch. Ich verbinde damit so eine Art „Zweitfrau“, weil Männer wohl der Ansicht sind, mit einer Frau nicht genug zu haben? Die Geliebte muss „Mann“ dann natürlich verstecken – wieder etwas Negatives, das der Geliebten „anhängt“, obwohl doch „Liebe“ darin steckt?? Oder ist das gar keine Liebe, sondern nur Langeweile, dann wäre so eine Geliebte eher eine Spielkameradin… ??

Vielleicht gehört so eine „Geliebte“ ja heutzutage auch schon zum Statussymbol, nach dem Motto „Erfolgreiche Männer haben das eben“, das ist dann bei Männern so ein Aushängeschild wie der Porsche oder Mercedes oder sonst ein Gefährt mit viel PS – Hauptsache die eigene Frau erfährt nichts davon.

Dabei könnte andersherum ein Schuh daraus werden. Welcher Mann bietet einer Frau eigentlich alles, was sie sich wünschen würde? Machen sich Männer über diese Frage überhaupt Gedanken???

 Wieviele Männer tanzen gern, gehen in Konzerte, Opern, Musicals, treiben ausgiebig Sport, können sich auf gefühlvolle Gespräche einlassen und Gefühle auch zeigen, sind daneben humovoll, zuvorkommend, rücksichtsvoll und wollen sich sinnvoll mit ihrer Partnerin auseinandersetzen und sich den aufkommenden Problemen ehrlich stellen?? Interessiert es einen Mann, mit welchen Dingen „Frau“ sich beschäftigt, welche Bücher sie liest, kann er sich mit ihren Ansichten, Phantasien, vielleicht esoterischem Faible auseinandersetzen oder eindenken? Oder ist das vielleicht zu kompliziert für Männer?

An dieser Stelle sind viele Männer überfordert und damit die Frau eben auch das bekommt, was sie sich wünscht, trifft sie einen heimlichen „Geliebten“, was im Grunde auf dasselbe herauskommt. Allerdings mit einem Unterschied: Frauen sind nach meiner Erfahrung eher bereit „alte Ufer“ zu verlassen, wenn sie dort nicht glücklich waren und – egal welcher Verlust droht – gehen sie das Abenteuer „auf zu neuen Ufern“ ein. Das ließe darauf schließen, dass Männer „feige“ sind und lieber „lügen“.

Aber das ist ein anderes Thema, darüber denke ich noch nach…

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2 Kommentare so far
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Das mit der Feigheit, ist möglicherweise nicht ganz verkehrt, aber es wird meiner Meinung nach davon überlagert, dass Männer vielleicht einfach wissen wollen, in welches Gewässer sie springen und welche langfristigen Risiken sie eingehen. Wenn diese nicht zu überschauen sind werden sie dann zögerlich.

Kommentar von nedganzbachert

@nbg, tja, was wiederum darauf hinausläuft, dass sie „feige“ und „bequem“ sind und nur insofern ein Risiko eingehen, dass „sie es trotzdem tun“, aber vielleicht prickelt ja auch gerade die Angst vor dem „Entdecktwerden“??

Kommentar von raeuberbraut




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