Der Kreisel, den du
mit kindlicher Anmut
und schnalzender Peitsche
zum Drehen bringst,
den du so lange
in Bewegung hältst,
bis du lachend
zu einem anderen
Spielzeug rennst -
der Kreisel wid
taumeln, fallen
liegenbleiben.
SO BIN ICH NICHT!
Auch von J. Pfennig. Der scheint mich zu kennen. JA, ich bin stark und merke, wie allmählich mein wahres ICH zu mir zurückkehrt.
Ich gebe zu, für eine gewisse Zeit war ich dieser Kreisel und ich gebe zu, es hat mir sogar Spaß gemacht. ABER: Jetzt dreht sich der Kreisel anders herum und: Er dreht sich allein, er dreht sich, weil er sich drehen will und nicht, weil er „angestoßen“ wird. Er dreht sich, wenn er Lust dazu hat und ruht sich aus, wenn es ihm gefällt. Er liegt nicht herum und wartet darauf, dass jemand mit ihm spielt, NEIN, er – besser gesagt SIE – ist ein Kreisel, der entscheidet, wann er spielen will und wann nicht!
aber muss ich deshalb „untergehen“ ?
NEIN, denn es steckt in mir „geballte Kraft“ und „Leidenschaft“! (ich bin ein Stier!
)
Ich l e b e mein Leben und ICH bin ICH, weil ich mein Leben so lebe, wie ich bin. Das wird mir plötzlich immer mehr klar und jetzt will ich endlich mit meinen Selbstzweifeln aufhören.
Diese Selbstzweifel, dieses nie gut genug sein sind klebrige Spinnenfäden aus denen ich mich befreie. Der Anfang ist gemacht!
Der Karren ist aus dem Dreck gezogen, jetzt übernimmt eine andere das Steuer. Ich kann mich entspannt zurücklehnen und werde nicht wieder eingreifen, egal wohin der Karren fährt. Ich bin raus! und dabei habe ich nicht einmal ein schlechtes Gewissen.
Manchmal kann ein Unglück auch ein Glück sein. Und mancher Umweg kann zum Ziele führen.
JETZT stehe ich an einer Kreuzung und kann wieder einen Weg wählen. Ja, es ist schön, dass man jeden Tag im Leben die Richtung ändern kann. Den Holzweg kenne ich jetzt schon zur Genüge, jetzt wird’s Zeit für einen „schönen“ Weg, den habe ich mir verdient und den finde ich!
… ich arbeite daran!
Du hast deine Macht
über mich verloren,
weil du sie mißbraucht hast.
Nun wirst du gehen,
weil du deine Macht
über mich geliebt hast,
nicht mich.
H. Kruppa
ins Unbekannte -
jeder bewußte Atemzug
ist mir ein Schritt in
unerforschtes Land.
Ich bin in fließender Bewegung
und nenne diese Bewegung Glück.
In mich hinein gehe ich mit dem Leben
auf eine Reise ohne Ende:
Ich bin der Weg,
und ich bin es, der ihn geht:
Der Reisende ist seine eigene Reise -
verschmolzen sind beide zu einem Sinn.
Hans Kruppa
Ein Weg in Bad Gönenbach von November 2007 aufgen. von
RR – Ronja Räubertochter
was sind Freunde? Was darf man von Ihnen erwarten? oder darf man überhaupt etwas von einem Freund erwarten?
Eine schwierige Frage. Allmählich stelle ich fest, dass ich mich nur auf „mich“ verlassen kann und damit bin ich im Moment ziemlich verlassen. Denn irgendwie fehlt mir Stabilität und damit auch ein Freund. Ich sehe, ich muss mir selbst „Freund“ sein, dann kommen die anderen Freunde auch wieder.
Nein, aber ehrlich. Habe ich ein falsches Verständnis von Freundschaft? Gerade die, die immer von Freundschaft tönen und dass man füreinander da ist, sind plötzlich alle weg? Was ist von einer großen Liebe übrig, die beteuert, immer noch zu lieben und wenigstens Freundschaft zu halten? Gerade die, sind dann weg, wenn es schwierig wird.
Wenn ich weiß, dass es einem Freund schlecht geht und dass er einen schweren Weg vor sich hat, dann rufe ich ihn an und gebe ihm emotionalen Halt. „Geschwafeltes“ E-Mail-Gefahsel hilft da leider nichts. Aber naja, so ein Typ lernt das sowieso nie! Falsche Freunde, die nur ihr eigenes Interesse im Kopf haben. Nein Danke. Wieder mal ein Abschied und damit Platz für Neues.
Ich habe an eine Freundschaft gewisse Ansprüche und wer die nicht erfüllt, gehört zu meinem Bekanntenkreis und nicht zu meinen Freunden. Manchmal gibt es wildfreme Menschen, die einen besser verstehen als ein Freund.
Okay, ich gebe zu, ich bin „enttäuscht“. Und warum? Ja, ja, ich weiß. Ich habe „Erwartungen“ und die sind nicht erfüllt worden. Aber eine Freundschaft ohne Erwartungen, gibt es das? Ich stelle so allmählich alles in Frage.
Wird Zeit, dass ich bald wieder auf den Boden der Tatsachen komme.
…. ich arbeite daran
so die Ernte.
Wenn ich ein Veilchen säe, kann ich nicht davon ausgehen, dass eine Rose daraus hervorgeht – oder?
Wenn ich liebevolle Worte erhalten möchte, muss ich diese auch aussenden. Wenn ich Verständnis haben möchte, muss ich auch verständnisvoll mit anderen Menschen umgehen. Alles, was man aussendet, kehrt zu einem zurück. Ist das wirklich so einfach???
Ehrlich gesagt, kann ich mir gar nicht vorstellen, was ich gesät habe, dass ich zur Zeit nicht viel Positives zurück bekomme. Soll das mein Samen gewesen sein?
Nein, ich wollte „Liebe“ säen, denn wer „Hass“ sät, wird „Sturm“ ernten, das steht schon in der Bibel. Aber wenn man „Liebe“ sät, darf man nicht ständig auf das Beet sehen und erwarten, dass eine kleine Pflanze sprießt. Keine Blume öffnet sich, weil ich es will.
„Liebe“ ist eine Pflanze, die sich nur öffnet, wenn man es nicht erwartet. Sie kommt, blüht und manchmal verwelkt sie schneller, als sie blüht. Aber… – manchmal blüht sie immer wieder.
Okay, ich werde mal in meinen Seelen-Garten gehen und schauen, welches Unkraut sich erlaubt dort zu wachsen, dass diese empfindliche Pflanze „Liebe“ stört, sich zu entwickeln. Komisch eigentlich, dass das Unkraut wächst und gedeiht, obwohl man es nicht gesät hat – oder?
Darüber werde ich mal nachdenken…
… ist ein hartes Wort.
Für mich ist es ein sehr trauriges Wort. Es hat so etwas Endgültiges, so etwas Trennendes, das einfach traurig macht.
Ja, ich weiß, nichts ist für immer, das Leben ändert sich täglich und täglich muss man von irgendetwas Abschied nehmen. Aber es tut weh! Es tut so schrecklich weh einen Menschen zu verlieren, sei es durch Trennung oder durch Tod. Jeder Abschied ist ein bißchen wie sterben. Es kommen Gefühle hoch, die ich nicht will. Ich fühle mich verlassen und hilflos.
Es ist schon schwer einen Menschen durch Trennung zu verlieren, aber einen geliebten Menschen durch den Tod zu verlieren, ist kaum zu ertragen. Es ist so unwiederbringlich, so endgültig. Und dennoch, muss man sich damit abfinden. Wir sterben alle jeden Tag ein Stückchen oder besser gesagt, wir rücken dem Tod jeden Tag ein Stückchen näher. Das zu akzeptieren fällt mir unsäglich schwer.
Ich gebe zu, ich sitze in einer depressiven Phase, in die mich ein familiäres Ereignis gebracht hat und in der ich nur hilflos „zuschauen“ und “abwarten“ kann. Etwas, das mir unsäglich schwer fällt, weil mich Hilflosigkeit und Verlustängste überfallen.
Wie treffend Reinhard Mey das Leben beschreibt fasziniert mich immer wieder.
Im Moment fühle ich mich auch wie ein…
Einhandsegler auf dem Ozean
Du hast die Leinen losgeworfen mit einem Wort,
Alle Ketten, aller Ballast gehen über Bord,
Hast einen Strich gezogen, deinen Kurs bestimmt
Ins Logbuch eingetragen und das Ruder getrimmt.
Du bist aus dem Hafen auf das offene Meer freigekommen
Der Wind fällt in die Segel und du hast Fahrt aufgenommen.
Dein Bug spaltet die Wellen und pfeilschnell zischt
Dein Boot über die Kämme und es fliegt die Gischt.
Dein Kielwasser säumt schäumend deine Bahn
Einhandsegler auf dem Ozean.
Verlassen von allen guten Geistern
Das Spiel mit den Fluten meistern
Allein in einem zerbrechlichen Kahn
Einhandsegler auf dem Ozean.
Die Strömung ist gefährlich, die Untiefe nicht weit
Du musst kreuzen gegen Dummheit und den Geist der Zeit.
Die See wird rauh und kabblig, wenn du es wagst
Zu widersprechen, wenn du aufstehst und die Wahrheit sagst
Da ist keine stille Bucht, da ist kein schützendes Ufer,
Niemand in der Wasserwüste hört den mahnenden Rufer.
Dass du Recht hast, werden sie dir nie verzeih’n
Und dann stürzen alle Wetter zugleich auf dich ein!
Zähl‘ nicht auf Schönwetterfreunde im Orkan
Einhandsegler auf dem Ozean.
Verlassen von allen guten Geistern…
Du siehst Wellen und Wolken und du siehst kein Land
Da draußen liegt dein Los allein in deiner Hand.
Du hast den Funk abgeschaltet, du brauchst sie nicht mehr,
Die echten Heuchler, die falschen Klugen, die blinden Seher.
Du musst nicht mit ihnen um ihre goldnen Kälber tanzen
Egal, wie sie sich über dich das Maul zerfransen.
Niemand steht über dir – aber auch niemand steht dir bei.
Das ist ein hoher Preis, doch dafür bist du frei!
Du bist niemands Herr und niemands Untertan
Einhandsegler auf dem Ozean.
Verlassen von allen guten Geistern…
Eines von meinen Lieblingsliedern von Ich & Ich
du bist nur jemand den ich kannte
vor langer zeit fuhren wir jede nacht im selben boot
wir hatten wiel spass
ich war die stewardess und du der pilot
vor langer zeit war ich von dir elektrisiert
dein name war auf meinem herzen tätowiert
heut bin ich froh, wenn ich so vor dir steh
der schmerz ist weg, ich dreh mich um und geh
das ist ok, das ist ok
du bist nur jemand, den ich kannte
das ist lange her
du bist nur jemand, den ich kannte
ich erinnere mich nicht mehr
vor langer zeit warst du cool und ein exot
wir hatten viel spass
und unsere fahnen wehten rot
vor langer zeit fuhrst du auf meiner energie
bis an den rand, bis an den rand der psychatrie
heut bin ich froh, wenn ich so vor dir steh
der schmerz ist weg, ich dreh mich um und geh
das ist ok, das ist ok
du bist nur jemand, den ich kannte
das ist lange her
du bist nur jemand, den ich kannte
ich erinnere mich nicht mehr
ich erinnere mich nicht mehr
ich erinnere mich nicht mehr…
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