Ronjas way of life


Ein Oxymoron ? – Freundschaft zwischen Mann und Frau?
09.07.2009, 11:50
Gespeichert unter: Gefühle, Liebe, Nachdenkliches

Im Duden findet man unter „Oxymoron“  folgende Beschreibung: Zusammenstellung zweier sich widersprechender Begriffe, wie z.B. „Eile mit Weile“.

Ich habe kürzlich einen Artikel über den „Klassiker“ „Lass uns Freunde bleiben!“ gelesen.

Wer kennt diesen Satz nicht?

Aber was bedeutet er für Männer???  Warum will er „Freundschaft“? – weil er sich nicht festlegen, aber auch nicht alle Türen gleich zuschlagen will? Ein beziehungsgeschädigter Mann mit schlechten Erfahrungen, der rennt, wenn er die Worte „feste Beziehung“ oder „Liebe“ hört?

Oder ein verheirateter Mann, dem das Verhältnis zu kompliziert und zu heiß geworden ist, der jetzt nach einem Notausgang sucht?

Wenn  sich der Freund dann nicht meldet, hat das den Effekt, dass die Frau nervös wird und nach Erklärungen für sein Verhalten sucht. Und damit hat er dann den gewünschten Erfolg: „der Fisch hängt am Haken“! Obwohl ich ja sagen muss, das gilt für Mann/Frau gleichermassen – nicht nur Männer treiben solche Spielchen.

Schmitz* schreibt in einer Kolumne, dass einem „jeder Angler versichern wird, dass der Köder ja dem Fisch und nicht dem Angler schmecken muss.“ Womit er zwar Recht hat, aber ich habe auch schon von Anglern gehört, die einen Köder auswerfen, bei dem der Fisch den Leckerbissen schluckt, aber den Haken „ignoriert“.

Da macht dann der Angler ein langes Gesicht und der Fisch schwimmt fröhlich zum nächsten Leckerbissen. Gefährlich, aber… – „carpe diem“!

 PS: Vielleicht steckt  manchmal ja auch doch mehr dahinter?

Dazu habe ich gerade heute einen Spruch gelesen: 

Ein Freund ist ein Mensch,
der dich an die Melodie deines Lebens erinnert,
wenn du in der Gefahr bist,
sie zu vergessen.
Rolf Zerfaß

Von solchen Freunden kann man(n)/frau einfach nicht genug haben!

…………………………………………….

 *Matthias Schmitz (Autor des Buches „Problemzone M.A.N.N.“)



Wonach schmeckt eigentlich Liebe…?
06.03.2009, 9:19
Gespeichert unter: Gefühle, Liebe

… also für mich scheckt sie nach Schokolade… – vielleicht so eine voll“mundige“ Milchschokolade, die auf der Zunge zergeht, in deren Süße man schwelgen kann oder eine zärtlich-bittere Schokolade mit einem harmonischen Hauch von Vanille, die die bittersüße Sehnsucht nach mehr umspielt, oder die feurig-würzige Schokolade mit Pfeffer und Chili, die das Temperament in Wallung bringt,  vielleicht aber auch eine cremig-frische mit Orangenstückchen und… oder… oder…  – da fallen mir noch ganz viele Variationen ein.

Ich freue mich auf eine ganz neue Liebe – vergleichbar vielleicht  mit einer Schokoladenkreation von kandierten Rosenblütenblättern in süßer vollmundiger Schokolade, die an Romantik erinnert, mit einem Hauch von Rosmarin, das das Blut in Wallung bringt und den Kreislauf bei den vielen Schmetterlingen im Bauch stabilisert, einer aufregenden sinnlichen Note von süßlich-mildem rosa Pfeffer, gepaart mit einer Frische und Süße von wilden Früchten wie Walderdbeeren oder Himbeeren sowie einem beruhigenden harmonischen Hauch von Lavendel und dem dauerhaften Gefühl von Geborgenheit, in das man bei dem Genuss von Schokolade bzw. Liebe eintauchen und versinken kann….



„ER“ ist es nicht…
10.02.2009, 10:26
Gespeichert unter: Gefühle, Liebe, Nachdenkliches

irgendwann im Oktober letzten Jahres hatte ich einmal einen Text eingestellt aus dem Musical „Die Hexen von Oz“.

Die Musik und der Text „Ich bin es nicht…“ schienen zu meiner Situation zu passen, aber je länger ich darüber nachgedacht habe und je mehr kleine Ereignisse mich immer wieder fühlen ließen, dass irgendetwas nicht stimmt, kam ich zu der Erkenntnis, dass diese Aussage gar nicht zutrifft.

Die Musik gefällt mir immer noch, aber der Text müßte lauten:

„ER IST ES NICHT!“.

Eigentlich ganz einfach, denn wenn „ER“ es wäre, dann wüsste er es auch.

Im Grunde sollte man/frau seinen Gefühlen einfach nur trauen. Denn sie melden sich tatsächlich, manchmal nur ganz zaghaft – vielleicht mit dem Gefühl „hier stimmt etwas nicht“ und wenn diese sanften Hinweise einfach überhört werden, sind schmerzhafte Erfahrungen vorpogrammiert. 

Immerhin bin ich mal wieder um eine „kleine“ Erfahrung reicher und mit einem weiteren Vorsatz, meiner inneren Stimme mehr Gehör zu schenken, wieder „on the way“.



Frieden
20.12.2008, 6:30
Gespeichert unter: Alltägliches, Gefühle, Liebe, Worte

Ein Wort, das man gerade in der Vorweihnachtszeit täglich in irgendeiner Weihnachtsdudelei hört. Meistens geht es in dem geschäftlichen „Getöne“ unter oder wird „überhört“.

Dabei ist es ein sehr schönes Wort. Ein Wort, dass bei innerer Übereinstimmung ein liebevolles Gefühl im Herzen auslöst.

Wir wünschen uns alle Frieden in der ganzen Welt, dabei ist es oft so schwer Frieden im engsten Kreis, in der Familie und mit Freunden zu halten. Dabei will man doch gerade mit den Menschen, die einem wichtig sind und die wir lieben, in Frieden leben. Und dennoch, manchmal ärgert man sich so sehr, dass es Zank und Streit gibt, der einen unversöhnlich stimmt. Aber dieses „innere“ Gefühl, das dann entsteht, fühlt sich alles andere als gut an. Man schadet sich – wie ich am eigenen Leibe erfahren habe – damit nur selbst – und wer will das schon?

Ich hatte kürzlich eine ganz schlechte Phase mit innerer „Unzufriedenheit“ und habe viel darüber nachgedacht. Dabei bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass der Ärger über andere doch eigentlich nur daher rührt, dass man sich selbst nicht gut genug ist. Denn wenn ich „in mir ruhe“ und mich so akzeptiere wie ich bin – auch wenn ich gerade mal schlechte Gefühle habe, sie gehören ja auch zu mir – wer will mich denn dann noch verletzen?

Manchmal muss man sich vielleicht von jemandem trennen, weil man sich so wie es ist,  in der Beziehung nicht mehr wohlfühlt. Aber das ist auch eine Art von Selbstliebe zu erkennen, dass ich das „loslassen“ muss, was mir nicht – oder nicht mehr – gut tut. Manchmal vielleicht nicht so ganz leicht, aber wie ich feststelle, es geht. Und: Es geht auch ohne Hass und Zorn.

Da ich manche Freundschaften, die eine lange Weile dauerten und die die schwere Zeit im letzten Jahr nicht überstanden haben, trotzdem nicht so einfach aufgeben wollte, hatte ich das Bedürfnis, wenigstens einen versöhnlichen Weihnachtsgruß zu senden. Ich habe mich sehr gefreut, dass diese auch erwidert wurden.

Es ist im Leben eben nicht immer alles nur „Schwarz“ oder „Weiß“ – nein, das Leben ist bunt wie ein Glasfenster.

Ich wünsche allen „Besuchern“ meiner Seite einen wunderschönen 4. Advent, eine fröhliche Weihnachtszeit und allzeit „Frieden“ im Herzen.

Eure Ronja



Die neueste Kolumne
17.12.2008, 7:29
Gespeichert unter: Alltägliches, Humorvolles, Liebe, Sarkastisches

von meinem „Lieblingsautoren“ Matthias Schmitz…

Dieses Mal erklärt er, warum Männer angeblich auf „selbstbewusste“ Frauen stehen. (Ich glaube in diesem Fall liegt die Betonung buchstäblich auf „angeblich„).

Auch diese Kolumne trieft vor Sarkasmus, Ironie und Humor – ein breites Schmunzeln überzieht mein Gesicht bei fast jedem Satz. Seine Wortwahl und wie er die Dinge beschreibt sind unglaublich witzig, komisch und vor allen Dingen treffend! Ich bin davon überzeugt, dass seine Kolumnen sogar für Männer eine hilfreiche Lektüre zum eigenen Verständnis darstellen.

Hier nimmt er Männer aufs Korn, die in einer Partnerbörse eine „starke, intelligente und selbständige – manchmal aber auch anlehnungsbedüftige“ Frau suchen. Genial wie er diese „Anzeige“ mal wieder auseinander nimmt und einen Blick „hinter die Kulissen“ wirft.

Leider kann ich nicht die ganze Kolumne hier abdrucken, das würde bestimmt rechtlichen Ärger mit der Zeitschrift geben, in der sie erscheint, aber ich erlaube mir einfach einmal, einige Sätze daraus zu schreiben. Dafür werde ich dann auch erwähnen, in welcher Zeitschrift diese Kolumne erschienen ist.

Hier eine kleine Kostprobe:

„Aber im Ernst: Was kann ein Mann meinen, wenn er die Selbständigkeit einer Frau als qualifizierendes Merkmal betrachtet? Dass sie sich die Schuhe selber zubinden kann, dass er ihr beim Ankleiden nicht helfen muss, weil er sich beim Auskleiden schon behilflich gezeigt hat? Oder heißt das vielleicht folgendes: Sie hat ihr eigenes Einkommen und zahlt gefälligst für alles, was sie verbraucht selber (außer für Luft und Liebe); sie hat ihre eigene Behausung, d.h. man kann sie regelmäßig loswerden und erst bei erneutem Bedarf kommen lassen, ohne das Risiko einzugehen, dass sie zwischenzeitlich unter einer Brücke erfroren wäre…..“

Soweit dieser Ausschnitt, mehr ist zu lesen im neuen Zukunftsblick für Januar 2009. Dort schreibt Matthias Schmitz regelmässig seine Kolumnen und ich muss gestehen, ich kaufe diese Zeitschrift nur wegen seiner Kolumnen. Jede einzelne ist hervorragend!

PS: Ach ja, einen Satz muss ich unbedingt noch erwähnen, weil ich von dem darin zitierten Wort noch niemals vorher gehört hatte:

„Er sucht eine starke Frau. Hm. Wie stark? Stärker als er oder meint er etwa muskulös und fettarm, wie Madonna, mit der Aussicht auf  Knorpelsex?“

Ich lach mich schlapp… – also hier der Link für sein erstes Buch, das sich – wie ich finde -  hervorragend als Weihnachtsgeschenk eignet – , ich hoffe, es folgen weitere ;-)

http://www.amazon.de/Problemzone-M-N-N-Kerlen-Karten/dp/3868261052/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=books&qid=1229534005&sr=8-1



So bin ich nicht!
10.12.2008, 12:11
Gespeichert unter: Gefühle, Liebe, Melancholie, Nachdenkliches

Der Kreisel, den du
mit kindlicher Anmut
und schnalzender Peitsche
zum Drehen bringst,
den du so lange
in Bewegung hältst,
bis du lachend
zu einem anderen
Spielzeug rennst -
der Kreisel wid
taumeln, fallen
liegenbleiben.

SO BIN ICH NICHT!

Auch von J. Pfennig. Der scheint mich zu kennen. JA, ich bin stark und merke, wie allmählich mein wahres ICH zu mir zurückkehrt.

Ich gebe zu, für eine gewisse Zeit war ich dieser Kreisel und ich gebe zu, es hat mir sogar Spaß gemacht. ABER: Jetzt dreht sich der Kreisel anders herum und: Er dreht sich allein, er dreht sich, weil er sich drehen will und nicht, weil er „angestoßen“ wird. Er dreht sich, wenn er Lust dazu hat und ruht sich aus, wenn es ihm gefällt. Er liegt nicht herum und wartet darauf, dass jemand mit ihm spielt, NEIN, er – besser gesagt SIE – ist ein Kreisel, der entscheidet, wann er spielen will und wann nicht!



Nicht mich
21.11.2008, 10:15
Gespeichert unter: Gefühle, Liebe, Melancholie

Du hast deine Macht
über mich verloren,
weil du sie mißbraucht hast.

Nun wirst du gehen,
weil du deine Macht
über mich geliebt hast,
nicht mich.

H. Kruppa



Vom Band der Liebe
19.10.2008, 6:12
Gespeichert unter: Gefühle, Glück, Liebe, Melancholie, Nachdenkliches

Irgendwie kam mir heute – seltsamerweise im Sportstudio auf dem Laufband- in den Sinn, dass wir Menschen doch alle irgendwie miteinander „verbunden“ sind.

Wir gehen mit anderen Menschen eine „Beziehung“ ein, eine freundschaftliche, eine oberflächliche oder eine Liebesbeziehung. Aber alle diese Beziehungen „vebindet“ etwas. Manchmal sind es gleiche Interessen, gleiche emotionale Empfindungen, manchmal sind es aber auch egoistische Interessen. Dieses alles lässt ein „Band“ zwischen den Menschen entstehen.

Manchmal können wir  “das Band der Liebe“ spüren, das fühlt sich am schönsten an.

Aber wenn wir uns von Menschen oder Beziehungen nicht trennen können, spielen sehr oft andere Bänder eine Rolle. Das Band der „Abhängigkeit“ (sei es materiall oder emotional), das Band des „Hasses“ und der „Mißgunst“ (ein sehr starkes Band, das auf jeden Fall allen schadet), das Band der „Kontrolle“ und „Bedürftigkeit“ (ebenfalls nicht sehr angenehm), vielleicht auch das Band der „Gewohnheit„ oder der “Gleichgültigkeit„, vielleicht aber auch des „Mitleids„? 

Wir bemerken diese Bänder erst, wenn wir uns daraus lösen möchten. Wir möchten uns „befreien“, weil irgendeines dieser Bänder eine so starke Anziehungskraft hat, dass man sich eingeengt fühlt.

Ich habe festgestellt, dass es nicht möglich ist, sich mit „Gewalt“ zu befreien. Je mehr man zieht, je enger wird der Knoten. Ich glaube, wenn man sich der Bänder bewußt wird und sich ansieht, wie sie um uns „verwoben“ sind, wird es leichter, sie zu lockern.Das ist leider oftmals mit Schmerz und Leid verbunden, aber es soll möglich sein.

Wenn man es dann geschafft hat, diese Bänder zu lösen und nur noch „das Band der Liebe“ übrig bleibt, ist man BEFREIT! Denn das Band der Liebe verbreitet Freude, Liebe, Glück und Freiheit. Dieses Band kennt keinen Hass, keine Mißgunst, keine Bedürftigkeit, keine Abhängigkeit, sondern ist Ausdruck reiner göttlichen Lebensform.

Dieses Band der Liebe kann auch Menschen miteinander verbinden, die nicht in einer festen Beziehung leben. Es verbindet Freunde, es verbindet Mensch und Tier, es verbindet  das ganze Universum und manchmal kann man es spüren.

Ich wünschte, wir Menschen könnten alle Bänder lösen und übrig bliebe nur „Das Band der Liebe„, dann gäbe es keinen Hass, keinen Streit, kein “Reich“ und „Arm“ und Kriege würden der Geschichte angehören…  - eine schöne Vorstellung, aber bis jetzt leider nur ein Taum, aber wenigstens ein schöner Traum.



Loslassen
05.10.2008, 2:18
Gespeichert unter: Gefühle, Liebe, Worte

Dieses Wort findet sich in vielen meiner Bücher wieder, aber warum verlixt noch mal ist das so schwer?

Warum hält man krampfhaft an irgendetwas fest? Dieses Festhalten an Illusionen verursacht doch Leiden – wer will denn so etwas? Und trotzdem, der Verstand weiß alles, aber das Herz will es anders. Wenn ich das Herz sprechen lasse, treffe ich oftmals Fehlentscheidungen. Bei reinen Kopfentscheidungen habe ich auch schon Pleiten erlebt. Also, wie das richtige Maß finden? Wie bringt man diese beiden konträren Elemente „unter einen Hut“?

In schwachen Stunden fliehn wir davon,
in das Land des So-Könnt-Es-Sein.
Doch Trost für Wunden bleibt Illusion,
denn die Wirklichkeit holt uns ein.

Nimm’s wie’s ist.
Denk dran, wer und was du bist.
Bild’ dir bloß nicht ein Wunder ein,
Er er könnt’ es sein.

Gib auf, lass los!
Manche Wünsche schmerzen bloß.
….“ (aus Wicked)

Okay, dann gebe ich mal mein „Bestes“!



Sehnsucht
18.09.2008, 4:48
Gespeichert unter: Gefühle, Liebe, Melancholie, Worte

Sehnsucht… – ein Wort in dem „Sucht“ steckt und Sucht kann niemals gut sein. Zumindest beinhaltet Sucht immer „leiden“.

Aber wonach sehnt man sich denn? Ich glaube, es ist die Sucht nach „guten Gefühlen“. Hat man/frau sie einmal erlebt, möchte man mehr davon haben. Ein Mangel an diesen „guten Gefühlen“ verursacht Schmerzen, aber wie diesen Mangel beheben? Erzwingen lässt sich nichts.

Es ist vergleichbar mit der Sucht nach Alkohol und Schokolade. Klar, sie ist nicht so gesundheitsschädlich wie die Sucht nach Alkohol, aber trotzdem hält diese Sucht die Gedanken gefangen. Sie kreisen immer wieder um diesen „Mangel“.  Ist Sehnsucht demnach ein Gefängnis?

Ich glaube, hier ist es wieder wichtig, die Gedanken genauer zu untersuchen. In meinen „schlauen“ Büchern lese ich, dass Sehnsucht durch einen Mangel „in uns“ ausgelöst wird. Man sucht im „aussen“, was es im „innen“ zu finden gibt.

Tja, wenn’s doch nur so einfach wäre… – zumindest aber ist es ja ein Trost, dass sich etwas „finden“ lässt, was „unabhängig“ und dazu noch „glücklich“ und „gelassen“ macht ;-) .

Ich mach’ mich dann mal auf die Suche …