Es gibt Tage, da wünscht ich, ich wäre mein Hund… – Ein Lied von Reihard Mey, das mir bei dem vergangenen Chaos-Stress-Tennis-Wochenende nicht mehr aus dem Sinn geht.
Da hat man doch die ganze Woche Stress, kommt abends spät nach Hause und ist eigentlich nur noch froh, die Beine hoch zu legen und sich von irgendeinem Geräusch berieseln zu lassen. Stille???…. – geht ja gar nicht. Da schießen dann so viele unbearbeitete Gedanken durch den Kopf, dass man eigentlich ein rotes „STOPP-Schild“ aufstellen möchte, aber leider… das Gedankenkarussell kreist nur noch. Wo verflixt ist denn der Schalter zum „Abschalten“ geblieben? Da gehen einem Dinge von der Arbeit durch den Kopf, was man unbedingt noch erledigen muss, da fallen einem Sachen ein, die eigentlich total unwichtig sind und noch ewig Zeit haben, aber man könnte ja….. Dann macht man sich Sorgen um enge Verwandte, dann gibt’s einen Geburtstag, was zieht man an, was gibt’s für ein Geschenk, ach ja und dann noch das Sommerfest im Verein, wird ja dieses Jahr ganz groß gefeiert wegen eines Jubiläums, dann das Sommerfest in der Firma, bei dem ich bei den Organisatoren bin, dann die bevorstehenden Tennisspiele am Samstag und Sonntag – von unwichtig bis wichtig hämmern die Gedanken im Kopf und rauben einem den Schlaf. Himmelkreuzdonnerwetter, da möchte man doch mit der Faust auf den Tisch schlagen. „Ruhe“ und „Gelassenheit“ werden zum Fremdwort. Eine Phase, die ich schon lange nicht mehr erlebt, aber an diesem Wochenende voll ausgekostet habe.
Freitag, ein Tag auf den ich mich die ganze Woche freue, denn, es ist der letzte Arbeitstag der Woche und endet abends dann entspannend mit meiner Yoga-Stunde. Aber dieses Mal habe ich mein Fahrrad zur Werkstatt gebracht, weil schon wieder die Lichtanlage nicht funktionierte. Eigentlich eine Tätigkeit, die schnell gehen sollte, Fahrrad abgeben und „Go“. Aber es kam anders. Eine „fachgerechte“ Beratung ließ es sich nicht nehmen, mich über die Vorzüge eines neuen Rades aufzuklären, es gibt ja zur Zeit Super-Sonderangebote usw., was dazu führte, dass ich mich fast hätte bequatschen lassen, ein neues Rad zu kaufen. Zum Glück habe ich mich besonnen und mein sehr gutes und damals sehr teures Rad nur zur Reparatur gegeben. Allerdings war es danach schon zu spät für Yoga. Okay, dann habe ich wenigstens Zeit noch einzukaufen, die Wohnung aufzuräumen und die Tennissachen für den nächsten Tag zusammenzulegen. Also auf dem Weg nach Hause – ohne mein Fahrrad – habe ich es wenigstens geschafft, das Notwendigste einzukaufen. Da treffe ich auf dem Heimweg zufällig einen Freund und wollte eigentlich nur spontan einen Kaffee mit ihm trinken, aber… – ja klar, ich habe mich verquatscht. Also keine Entspannung beim Yoga, spät zu Hause und außer Einkaufen nix geschafft.
Naja, die Tasche für’s Tennis kann man ja auch am Samstag früh noch packen. Order der Mannschaftsführerin: schwarz/weiß. Also beide Varianten heraussuchen, weißer und schwarzer Rock, weißes und schwarzes Oberteil. Also auf meinem Bügel-Wäschehaufen die benötigten T-Shirts herausgefischt – Bügeln??? – nöö,. keine Zeit, muss so gehen, glatt streichen und ab in die Tasche.
Tja, nach meinem gemütlichen Frühstück (oh Wunder) dann noch ein paar Anrufe und noch schnell zur Entspannung vor dem Spiel in die Badewanne hüpfen. Ein Blick auf die Uhr, okay, reicht noch aus, hab’ ja noch eine Stunde Zeit. —————
Nöö, hatte ich nicht, denn als ich den ersten Fuß in aller Gemütsruhe in die Wanne setzte, klingelte schon wieder das Telefon, wo ich denn bleibe? Völlig sprachlos gab ich bekannt, dass ich doch noch eine Stunde Zeit habe… – ohjeh, ein zweiter Blick zur Uhr ließ mich wahrnehmen, dass ich mich um eine Stunde vertan habe. Teufel aber auch, also nur kurz abtauchen in der Wanne, abtrocknen, in die Sachen springen, die Tasche packen und losrasen in einen kleinen Ort außerhalb Berlins, in dem ich mich nicht auskannte, aber in der Hoffnung den Tennisplatz zu finden. Eine Karte hatte ich nicht dabei, ein Navigationsgerät besitze ich nicht, dafür hatte ich aber ein Handy dabei, das seinen Dienst wegen eines leeren Akkus versagte. Meine Mannschaftsführerin war mit den anderen schon losgefahren. Hektik überfiel mich, finde ich in diesem Dorf den Verein?? – komme ich rechtzeitig?? Naja, wenn nicht, ich spiele ja erst in der zweiten Runde, da habe ich ja noch Zeit, die wissen ja, das ich komme. Aber – oh Wunder – ich erreiche das Ziel eine Viertelstunde vor Spielbeginn, werde freudig von meiner Mannschaftsführerin empfangen und hatte gerade noch Zeit mich umzuziehen und auf den Platz zu springen. Dieses Mal musste ich sofort spielen, worauf ich mental schon gar nicht vorbereitet war. Okay, ich brauche nicht weiter zu erwähnen, dass der erste Satz an mir vorbei ging, obwohl ich dafür eine Stunde gekämpft habe, im zweiten kam ich schon etwas besser ins Spiel, habe aber auch den verloren. Also deprimiert und zerknirscht habe ich mir die restlichen Spiele meiner Mannschaftskameradinnen angeschaut, aber auch das Bild war nicht besser. Nach 5 verlorenen Einzeln hatten wir eigentlich schon komplett verloren, aber trotzdem: Die Doppel wollten wir nicht verschenken, schließlich konnten wir noch drei Punkte gewinnen. Wenigstens konnte ich in einem Doppel noch zu einem weiteren Punkt beitragen, aber insgesamt haben wir 6:3 verloren. Aber dann ging’s zum gemütlichen Teil, wir haben vereint mit den Gegnern zusammen zu Abend gegessen und den Sieg der Gegner gefeiert. Ja, der Kölner würde sagen: „Man muss och jönne könne“. Es war dann noch ein sehr schöner Abend und eine späte Heimkehr.
Sonntag stand das nächste Spiel für meine andere Mannschaft auf dem Programm. Antritt 13.30 Uhr in Berlin-Steglitz, also maximal 10 Autominuten von mir entfernt. Da wusste ich ja schon im Voraus, dass ich als erste spielen muss. Okay, dieses Mal war ich gut vorbereitet und bin schon um 13.15 Uhr losgefahren, aber… die komplette Stadt war total verstopft, alle Straßen in meiner Gegend waren gesperrt, weil so ein „blödes“ Fahrradrennen quer durch die ganze Stadt sämtliche Straßen versperrte. Es gab nicht einmal eine Umwegempfehlung, ganz Lankwitz, Steglitz, Tempelhof usw. waren gesperrt. Meine Empörung kannte keine Grenzen, ich habe mich mit einem Polizisten angelegt, der unbedingt auf den Besenwagen warten wollte, der nicht in Sicht war und mit einem Vertreter des Veranstalters. Die Straße war menschenleer, es kam kein Nachzügler, aber der Polizist ließ niemanden durch. Allmählich steigerte sich meine Empörung ins „allegro furioso“, Polizei, Ordnungsamt und Veranstalter bekamen „ihr Fett“ weg, obwohl es niemanden interessierte. Irgendwie erinnert mich die Geschichte an die alte HB-Werbung „Wer wird denn gleich in die Luft gehen?“.

Aber immerhin habe ich meinem Ärger Luft gemacht und als der Besenwagen dann endlich vorbei war, saß ich in meinem Auto und bin mit „Klein-Smarty“ und Vollgas dem sprachlosen Polizisten noch fast über die Füße gerast.
Um 14.00 Uhr erreichte ich abgehetzt und völlig überdreht den Bestimmungsort, meine Mannschaftsführerin war auch noch nicht da, aber meine Gegnerin wartete schon in den „Startlöchern“, so dass ich sofort auf den Platz musste. Naja, ich brauch’s ja eigentlich gar nicht mehr zu schreiben; ich habe natürlich verloren. Ich hatte schon 2:0 geführt, als die Unruhe in der Halle losging und ständig jemand heraus- und hereinrannte, mitten im Spiel hinter meinem Rücken vorbei auf einen anderen Platz ging, was mich völlig irritierte und mich dazu veranlasste, meinen Unmut darüber kundzutun. Wie man sich denken kann sind solche Aktionen während eines Spiels nicht gerade förderlich, um sich zu konzentrieren. Ein Wunder, dass ich nur 6:4 und 6:3 verloren habe. Aber dieses Mal habe ich gegen zwei Gegner gespielt, gegen meine Gegnerin auf dem Platz und gegen mich, was besonders hinderlich ist. Tennis macht ja so viel Spass
! Aber für mich war der Tennistag gelaufen. Zum Doppel wurde ich nicht mehr eingeteilt und ich hatte nur noch den Wunsch nach„Ruhe“.
Den Rest des Tages habe ich dann in meinem Garten auf dem Liegestuhl verbracht, in absoluter Ruhe, unterbrochen durch wunderschönes Vogelgezwitscher. Eine wirklich angenehme Cool-down-Phase, die ich ohne jegliche Ablenkung durch Lesen oder Musikhören richtig genossen habe, was meine übererregten Sinne wieder auf den Teppich brachten.
Dabei habe ich mir nur die einzige Frage gestellt: „Wozu das alles?“ – vor allem wenn man sich überlegt, wie schnell das Leben an einem vorbeirast.
Aber etwas Positives hatte das ganze Chaos mal wieder: „ Ich habe gemerkt, wie wichtig ein paar Ruhephasen sind“!
In diesem Sinne allen Lesern eine angenehme Woche – und nicht vergessen: „In der Ruhe liegt die Kraft :-) !
leider verlängert.
Sorry, liebe Freunde, muss mich mal wieder etwas zurücknehmen und hoffentlich nur kurzfristig abmelden. Zur Zeit bin ich „arm dran“, nämlich dadurch, dass ich meinen rechten Arm nicht mehr bewegen kann.
Ich hatte mir ja – auf eigene Kosten – den Rücken mit einem Kinesiologieband (neueste, sportliche Erfindung) tapen lassen, weil ich dachte, dann heilt alles schneller. Aber: Das Gegenteil war der Fall. Nun kann ich mich kaum anziehen. Das Tape ist inzwischen wieder entfernt, habe vier Spritzen bekommen, aber der Arm lässt sich nur unter größtem Schmerz anheben. Es ist für mich einfach schrecklich… – meinen Lieblingssport „Tennis“ kann ich für die nächste Zeit abschreiben.
Werde mich jetzt allerdings auch mal wieder von meinem PC entfernen, denn das Sitzen und Schreiben schmerzt total.
Also: Keine Sorge – heute ist nicht aller Tage – ich komm’ wieder keine Frage.
Bis bald also liebe Grüße
Eure Ronja
Ein Kopf wie ein Rathaus…- … überall Handwerker
Wegen schrecklichen Kopfschmerzen, die mich den ganzen Tag heimgesucht haben, wollte ich gestern Abend doch nur ein bisschen Stille, Ruhe und Entspannung auf meiner Couch genießen, aber:
In meinem Kopf war es überhaupt nicht still, die Gedanken tobten und Stimmen diskutierten, erklärten, rechtfertigten, zweifelten, bestimmten, ignorierten um wieder von vorne anzufangen. Schlimmer als auf einem Rummelplatz. Es wurde immer lauter und die Gedanken wurden immer sprunghafter, am Ende lieferten sich Frage- und Ausrufezeichen ein heftiges Inferno.

Ich arme Socke, von Kopfschmerzen gequält – bitte um Entschuldigung für mein Selbstmitleid, das an dieser Stelle wirklich unvermeidlich war – musste diesem Kampf im Hirn nun doch ein Ende setzen. Der Griff zur Aspirin und der Gang ins Bett erlösten mich erst einmal von diesem „Übel“, aber leider scheint es sich um eine üble Erkältung oder grippalen Infekt zu handeln.
Ohje, ich hasse Kopfschmerzen und Unwohlsein, da macht sich meine Ungeduld wieder bemerkbar…. – ein Glück dass es Aspirin gibt
und am Ende alles „vorbei“ geht, gute wie schlechte Tage J
waren mir ja schon seit langer Zeit die horrenden Gehälter dieser Manager und die ständigen Diskussionen um einen Herrn von der Deutschen Bank, der die Millionen a) an Manager verteilt (Abfindungen bei Mannesmann) und b) sich – wie bei Vorständen vielleicht üblich – selbst ganz schön mit Bonis bedient. Dann die großzügige Geste auf „Boni“ zu verzichten.
Boni??? – ich höre wohl nicht recht, gibt’s denn Boni nicht nur für herausragende Leistungen?? und müssen es gleich mehrere zweistellige Millionenbeträge sein?? Ich meine bei einem Gesamtjahresgehalt von ca. 34 Millionen, da will er dieses Jahr auf Boni verzichten. Bei diesem Bankendesaster dürften doch wohl keine Gewinne anfallen und somit auch keine Boni. Diese ach so großzügige Spende kann doch nur im Sande verlaufen oder gibt es jetzt Boni vom Staat für herausragend schlechte Leistung?? Ich meine, die Manager, die den Karren in den Dreck fahren und weiter ihr Gehalt kassieren, bis sie aus dem Unternehmen ausscheiden, bekommen zur Belohnung ja auch noch eine Abfindung in Millionenhöhe.
Zu allem Überfluss rudert verdi bei den Tarifverhandlungen für das private Bankgewerbe dann auch noch zurück, weil es ja den armen Banken ach so schlecht geht, müssen die „Tarifangestellten“ mal wieder „zurückstehen“. Herrn A., kann’s ja nicht schlecht gehen, der verzichtet ja sogar großzügig für seine Bank auf das geschnürte Hilfepaket der Bundesregierung, das im übrigen auch die kleinen Steuerzahler bezahlen. Schlimmstenfalls werden auf den unteren Gehaltsebenen mal schnell ein paar Mitarbeiter entlassen, damit die Managergehälter weiter auf ihrem Niveau bleiben können.
Naja, jedenfalls gehen mir die Diskussionen ganz schön auf den Nerv… oder besser gesagt, sie manifestieren sich in Form eines Gerstenkorns als „Dorn“ in meinem Auge.
Und das - bei aller Liebe - ist Herr A. von der DB nun wirklich nicht wert – und wie ich finde, die 34 Millionen pro Jahr auch nicht!
Heute las ich voll „Entzücken“ davon, dass der Bundestags-Petitionsausschuss Bitten und Beschwerden künftig dauerhaft elektronisch entgegennimmt. Die Lachnummer des Tages.
Darüber kann ich nun wirklich nur noch „Schmunzeln“, zu mehr reichen meine Muskelreflexe leider nicht mehr aus….
https://epetitionen.bundestag.de
Im März des Jahres 2006 – ich wiederhole 2006 – wurde von mir eine Petitionseingabe in elektronischer Form „öffentlich“ mit Mitzeichnungsrecht ins Netz gestellt. Da es zum Inhalt die „Abschaffung der Beamten“ hatte – was ja in der Schweiz schon mit Erfolg längst geschehen ist – fiel diese Eingabe wohl durch ein Raster – vermutlich in den „elektronischen Papierkorb“, ebenso mit ca. 1000 Mitunterschriften.
Wie meine Nachforschungen aufgrund der neuen Nachricht ergeben haben, befindet sich meine Eingabe „in der parlamentarischen Prüfung“ – das ist vielleicht der Name des dortigen „Papierkorbs“??
Ich habe den Eindruck, dass dieser Petitionsausschuss lediglich eine große „Sammel-Müllhalde“ von allen gesammelten Unmutsbezeugungen einzelner Menschen ist und nur als Alibifunktion der Politiker fungiert.
Immerhin erteilt man uns die Erlaubnis unsere Vorschläge und Meinungen dort zu Gehör zu bringen. Das hat den Vorteil, dass uns vorgegaukelt wird, wir könnten etwas „beeinflussen“ und „mitsprechen“ und zudem wird Papier gespart, was ja in heutiger Zeit auch sehr sinnvoll ist. Festplattenspeicher, die als Papierkorb fungieren sind sowieso viel besser
.
Womit mal wieder bewiesen ist: COMPUTER können alles… – sogar sammeln und schweigen…
… die Göttin der Rechtsverdreher und Richter…
Richter sind auch nur Menschen, aber teilweise leider „überhebliche, arrogante“ Fachidioten, die sich einbilden, ein Mensch der nicht Jura studiert habe, sei vollkommen verblödet.
So erlebt in einem Amtsgericht in eigener und fremder Sache.
Der Fall vor mir, der schon mit 40 Min. Verspätung aufgerufen wurde, war schnell beendet.
Ein Hausverwalter wollte im Prozess den Hauseigentümer „vertreten“. Da beim Amtsgericht ja eigentlich kein „Anwaltszwang“ herrscht, bin ich davon ausgegangen, dass das möglich sei. Aber der Richter eröffnete dem sprachlosen Hausverwalter, dass das Gesetz geändert wurde und Personen, die in der Hausverwaltung tätig sind und kein Jurastudium vorweisen könnten, dürften ab sofort die Vertretung des Eigentümers nicht übernehmen.
In diesem Fall erging dann ganz einfach ein „Versäumnis-Urteil“, weil die Beklagte – in diesem Falle der Eigentümer – nicht „erschienen“ war bzw. nicht durch eine juristische Person vertreten war. ????? Ist das gerecht???
Irgendwie fand ich diese juristische Ansprache des Richters ziemlich „daneben“. Denn der Hausverwalter hatte eine persönliche „Ladung“ als „Vertreter“ (Vollmacht wurde ja vorgelegt) zu diesem Termin bekommen. Wenn er als „Vertreter“ nicht in Frage kommt, warum wird er dann eingeladen? Aber diesem Punkt ist der Verwalter nicht nachgegangen, er war von diesem arroganten „Gelaber“ so beeindruckt, dass er kommentarlos die Akten gepackt hat und gegangen ist – bemerkenswerter Weise nach 2 Minuten.
Dies lies mich Böses ahnen.
Der Aufruf meiner Sache (Klage des Vermieters auf Zustimmung einer neuerlichen Mieterhöhung) verlief ähnlich. Wegen des geringen Streitwertes wollte ich die Angelegenheit „allein“ regeln und habe mich im Vorfeld mit dem hier gültigen Mietpreisspiegel vertraut gemacht. Mindestens 5 Argumente habe ich gefunden, die eine Mieterhöhung nicht rechtfertigen und die ich schon in einem Schriftsatz dokumentiert hatte.
Als erstes übergab der gegnerische Anwalt einen Schriftsatz, der besagte, dass mich Handwerker gebeten hätten, sie anzurufen, aber ich der Bitte nicht nachgekommen sei. Auf diese Unrichtigkeit konnte ich gerade noch „ungefragt“ hinweisen und auf die obligatorische Frage des Richters „Ich gehe davon aus, dass Sie der Mieterhöhung nicht zustimmen“ durfte ich noch JA sagen, aber meine Begründung hat er sich nicht mehr angehört. Aus Zeitgründen entscheidet er nach Aktenlage. Und damit war ich entlassen.
Auf meine Entgegnung, dass ich ja wenigstens noch das Recht haben müsse, meine Gründe vorzutragen, wies er mich ab. Ich könne die Entscheidung im Urteil lesen, das mir schriftlich zugestellt würde. 3 Minuten – Thema vom Tisch!
Das war’s zum Thema „Gerechtigkeit“. Dann musste ich mir von einem befreundeten Anwalt noch anhören, dass das bei „anwaltlicher“ Vertretung so nicht passiert wäre. Der Richter hat aufgrund des geringen Streitwerts, Zeitdruck sowie Ignoranz meiner nicht juristischen Person den Fall vom Tisch gefegt.
Recht bekommt nicht der, der Recht hat, sondern der, der das Geld und die Macht hat!
Schade, dass es heute keinen „Robin Hood“ mehr gibt, ich wäre seine treueste Anhängerin im Kampf gegen Ungerechtigkeit!
wenn ich die Nachrichten höre und den Wirbel um die Bankenpleiten lese, wird mir echt übel. Wie ist das möglich, dass diese machthungrigen und geldgierigen „Bankmanager“ so viel Geld in den Sand setzen? Und das bei so hohen Gehältern ?
Wenn wir Mist bauen, fliegen wir raus, verlieren unseren Arbeitsplatz und haben mit finanziellen Sanktionen zu rechnen. Manger können den größten Mist verzapfen und bekommen zur Belohnung noch eine dicke Abfindung.
Komisch, dass dann der Staat und somit – der kleine Steuerzahler – die ganze Zeche wieder zahlen soll.
Was lernt man aus diesen Krisen? Dass die Summe des Kredits nur hoch genug sein muss, damit der Staat „hilft“. Nicht „kleckern“ sondern „klotzen“ heißt die Devise.
Macht ja nichts, dafür werden dann die Sozialabgaben, wie Krankenkassenbeiträge und Steuern für den „Geringverdiener“ erst mal wieder erhöht, denn „die Masse“ bringts.
Aber, ich nehme das nicht persönlich – im Gegenteil, ich freue mich, dass ich „noch“ eine Arbeit habe, den „großen Banken“ helfen kann ;-) und bei all den Abgaben vielleicht noch ein paar Cents übrig bleiben
Äähh, nicht das da jemand auf die Idee kommt, ich vermische gerade wieder Äpfel mit Birnen, das ist nicht gewollt und rein zufällig…
… und niemand, selbst der, der sie erstellt hat, richtet sich danach. In diesem speziellen Fall natürlich wieder die Deutsche Bundesbahn. (Fortsetzung von „Warten auf…“)
Wochenlang kommt der Regionalexpress, der um 8:06 den Bahnhof verlassen soll, 10 bis 20 Minuten später, nämlich erst dann, wenn schon der Folgezug laut Fahrplan fahren soll.
Da man ja jeden Tag fährt und sich langsam an die Verspätung gewöhnt, sich darauf eingestellt hat und sich nicht mehr abhetzt, denkt man sich eines Tages: „Ach was, der Zug kommt ja eh nicht“ und holt sich gemütlich noch einen Kaffee, schlendert zum Bahnsteig und „oh Schreck“, genau an diesem Tag verlässt der Zug 1 Minute „vor“ – ja kein Tippfehler – VOR der Fahrplan-Zeit den Bahnhof.
Völlig sprachlos, überrascht und entsetzt überlegt man sich, „nehme ich jetzt die S-Bahn oder den Folgezug?“. Vielleicht kommt der ja jetzt auch pünktlich… – grübel. Immer diese Entscheidungen…
Okay, ich denke, ich nehme den Folgezug. Welche Fehlentscheidung… – während nämlich die S-Bahn pünktlich – zwar langsamer als der RE – den Bahnhof verlässt, warte ich immer noch auf den folgenden RE, der natürlich – wie immer – mit 10 Minuten „fahrplanmässiger“ Verspätung eintrifft.
Auch das „lapidare“ Entschuldigungsgestammel, das vom Band durch die Lautsprecher tönt und das man schon rückwärts flöten kann – weil man es wochenlang regelmäßig wie ein Mantra gehört hat, nimmt man inzwischen ziemlich gelassen hin. Es ist Herrn Mehdorn ohnehin egal, was ich denke.
Aber: Jedes Mal, wenn ein Zug „just in time“ und laut Fahrplan – was ja fast so selten ist wie ein 6er im Lotto – den Bahnsteig erreicht, durchströmt ein kleines Glücksgefühl den Körper.
So kann man lernen, sich auch über „Kleinigkeiten“ zu freuen….
Darum versuche ich es morgen gleich wieder….
Tipp für Herrn Mehdorn: Vielleicht sollten die Fahrzeiten mit ca.-Angaben ausgeschrieben werden? Circa ist ja sehr dehnbar, das kann von heute bis morgen reichen – oder?

