Gespeichert unter: Alltägliches
Wie kommt es nur, dass Weihnachtsmärkte ihren Reiz für mich vollkommen verloren haben. Im Gegenteil, sie sind mir fast ein Greuel.
Heute habe ich mich – allerdings ohne große Lust – darauf eingelassen, den Weihnachtsmarkt am Charlottenburger Schloß zu besuchen. Schloß – das klingt doch irgendwie romantisch und so nach Kunsthandwerk und Außergewöhnlichem – oder?
Nöö, völlig falsch. An diesem Ort war mir der Geist der Weihnacht völlig fremd. Nur Glühweihn- und Punschstände, dazu Würstchen und anderes ekliges fettes Zeugs und immer wieder Glühwein. Überall dudelte es durcheinander mit „ach so fröhlichen“ Weihnachten. Ein Bläser auf der Trompete klang wie ein verrosteter Kloodeckel und lag immer einen halben Ton daneben… – ohje welch ein Schmerz in den Ohren. Angewidert von den gräßlichen Tönen, den Menschenmassen, die mit Eier-Glühwein-Punschbechern umherwanken und einem die Currywurst ins Kreuz schubsen, weil es so eng ist, da frage ich mich allen Ernstes „warum tut man sich so’n Mist an?“ und das alle Jahre wieder?
Dabei schmeckt der Punsch oder der Glühwein zu Hause sehr viel besser, ganz davon abgesehen, bekommt man davon keine Kopfschmerzen, weil man weiß, was drin ist. Werde ich langsam alt oder sind diese blöden Weihnachtsmärkte nur noch Volksverdummung mit Sauferei und Völlerei? Nein, ich glaube früher war das anders. Naja, Loriot meint ja auch „früher war mehr Lametta“…
Mein Bedarf an Weihnachtsmärkten ist für dieses Jahr jedenfalls erst einmal wieder gedeckt…
Und hier kommt mein Lieblingsgedicht von Loriot…
Advent
Es blaut die Nacht, die Sternlein blinken,
Schneeflöcklein leis herniedersinken,
auf Edeltännleins grünem Wipfel,
häuft sich ein kleiner weißer Zipfel.
Und dort vom Fenster her durchbricht
den dunklen Tann ein warmes Licht.
Im Forsthaus kniet bei Kerzenschimmer,
die Försterin im Herrenzimmer.
In dieser wunderschönen Nacht,
hat sie den Förster umgebracht.
Er war ihr bei des Heimes Pflege
seit langer Zeit schon sehr im Wege.
So kam sie mit sich überein,
am Niklasabend muss es sein.
Und als das Rehlein ging zur Ruh,
das Häslein tat die Augen zu,
erlegte sie direkt von vorn,
den Gatten über Kim’ und Korn.
Vom Knall geweckt rümpft nur der Hase,
zwei-, drei-, viermal die Schnuppernase -
und ruhet weiter süß im Dunkeln,
derweil die Sternlein traulich funkeln.
Und in der guten Stube drinnen,
da läuft des Försters Blut von hinnen.
Nun muss die Försterin sich eilen,
den Gatten sauber zu zerteilen.
Schnell hat sie ihn bis auf die Knochen
nach Waidmannssitte aufgebrochen.
Voll Sorgfalt legt sie Glied auf Glied,
was der Gemahl bisher vermied,
behält ein Teil Filet zurück –
als festtägliches Bratenstück und
packt zum Schluss, es geht auf vier,
die Reste in Geschenkpapier.
Da tönt’s von fern wie Silberschellen,
im Dorfe hört man Hunde bellen.
Wer ist’s, der in so tiefer Nacht,
im Schnee noch seine Runde macht?
Knecht Ruprecht kommt mit gold’nem Schlitten,
auf einem Hirsch herangeritten.
„Heh’, gute Frau, habt Ihr noch Sachen,
die armen Menschen Freude machen?“
Des Försters Haus ist tief verschneit,
doch seine Frau steht schon bereit.
„Die sechs Pakete heil’ger Mann,
ist alles, was ich geben kann.“
Die Silberschellen klingen leise,
Knecht Ruprecht macht sich auf die Reise.
Im Försterhaus die Kerze brennt,
ein Sternlein blinkt,
ES IST ADVENT!!
aber muss ich deshalb „untergehen“ ?
NEIN, denn es steckt in mir „geballte Kraft“ und „Leidenschaft“! (ich bin ein Stier!
)
Ich l e b e mein Leben und ICH bin ICH, weil ich mein Leben so lebe, wie ich bin. Das wird mir plötzlich immer mehr klar und jetzt will ich endlich mit meinen Selbstzweifeln aufhören.
Diese Selbstzweifel, dieses nie gut genug sein sind klebrige Spinnenfäden aus denen ich mich befreie. Der Anfang ist gemacht!
Der Karren ist aus dem Dreck gezogen, jetzt übernimmt eine andere das Steuer. Ich kann mich entspannt zurücklehnen und werde nicht wieder eingreifen, egal wohin der Karren fährt. Ich bin raus! und dabei habe ich nicht einmal ein schlechtes Gewissen.
Manchmal kann ein Unglück auch ein Glück sein. Und mancher Umweg kann zum Ziele führen.
JETZT stehe ich an einer Kreuzung und kann wieder einen Weg wählen. Ja, es ist schön, dass man jeden Tag im Leben die Richtung ändern kann. Den Holzweg kenne ich jetzt schon zur Genüge, jetzt wird’s Zeit für einen „schönen“ Weg, den habe ich mir verdient und den finde ich!
… ich arbeite daran!
Gespeichert unter: Nachdenkliches
die Dinge so nehmen wie sie kommen.
Aber man sollte dafür sorgen, dass sie so kommen, wie man sie nehmen möchte.“
Okay, wenn’s doch nur so einfach wäre!
Engel von li. nach re.: Engel der Freundschaft, Engel der Heilung, Glücksfigur mit kl. Dackel, Engel der Liebe und Engel der Harmonie
Vor einiger Zeit habe ich vier von diesen wunderschönen Demdaco-Engeln aus emotionalen Gründen wieder in ihre Kartons verpackt und in den Schrank gestellt. Ich habe sie einmal geschenkt bekommen und mich sehr darüber gefreut. Immer wieder, wenn ich diese Engel sah, habe ich an vergangene glückliche Stunden gedacht und diese Erinnerung hat mich traurig gemacht. So habe ich entschieden, diese Engel nicht mehr anzuschauen.
Aber jetzt ist es an der Zeit, alte Erinnerungen, auch wenn sie schön waren, in den Koffer der Vergangenheit zu packen und mit diesen Engeln in die Vorweihnachtszeit zu starten. Zum Glück bleibt eben nichts wie es ist. Auch unglückliche Zeiten vergehen genau so wie glückliche Zeiten – und das ist auch gut so.
Wenn alles nach Wunsch verliefe, wäre das Leben ja langweilig. Im Moment würde ich mir allerdings wünschen, dass mein Leben mal in ein etwas „ruhigeres“ Fahrwasser kommt. Immer nur Wasserfälle und Stromschnellen in einem reißenden Fluss sind ganz schön aufregend, vor allem, wenn man immer versucht, gegen den Strom zu schwimmen. Ich muss wohl lernen, die Dinge hinzunehmen wie sie sind und mit dem Strom zu schwimmen. Zumindest ist das sehr viel entspannter.
So zitiere ich mal wieder gern Reinhard Mey, der in einem LIed singt: Das Leben ist wie ein reißender Fluß, der nie stehen bleibt, der mich weiter treibt und erreich’ ich ein Ufer, komme ich doch nur zum Schluß: Dass ich weitergehen muss….
Du hast deine Macht
über mich verloren,
weil du sie mißbraucht hast.
Nun wirst du gehen,
weil du deine Macht
über mich geliebt hast,
nicht mich.
H. Kruppa
ins Unbekannte -
jeder bewußte Atemzug
ist mir ein Schritt in
unerforschtes Land.
Ich bin in fließender Bewegung
und nenne diese Bewegung Glück.
In mich hinein gehe ich mit dem Leben
auf eine Reise ohne Ende:
Ich bin der Weg,
und ich bin es, der ihn geht:
Der Reisende ist seine eigene Reise -
verschmolzen sind beide zu einem Sinn.
Hans Kruppa
Ein Weg in Bad Gönenbach von November 2007 aufgen. von
RR – Ronja Räubertochter
Auch wenn ich nicht genau weiß, wie man mit „Stöckchen“, die einem so in den Zauberwald geflattert kommen umgeht, werde ich den von ngb aufnehmen und hier über mich schreiben:
Meine weibliche Seite
- Ich gehe sehr gerne shoppen… – übrigens lieber als arbeiten ![]()
- ich trage keinen Eyeliner, schminke mich eher natürlich-dezent und
- ich mag es nicht, wenn zu viel Farbe im Gesicht abblättert:-)
- ich trage gerne schwarz, obwohl es keine Farbe ist,
- ich mag es „verwöhnt“ zu werden,
- ich liebe Milchkaffee und außergewöhnliche Tees,
- ich mag keinen Champagner, aber ich liebe trockenen Rotwein,
- ich lege keinen großen Wert auf Schmuck, trage am liebsten Modeschmuck,
- ich weine bei traurigen, romantischen und dramatischen Filmen – auch bei Titanic,
- ich bin traurig, wenn liebe Menschen leiden müssen, es tut mir weh,
- ich ärgere mich über Lügen, Heuchlereien und unehrliche Schmeicheleien sowie Manipulationen, aber ich gebe zu, dass mir etwas mehr Diplomatie gut täte,
- ich weiß, mein Kleiderschrank ist voll und trotzdem habe ich nichts anzuziehen
,
- ja, ich mag den Film Star Wars nicht, ich mag keine Ballerfilme…,
- ich liebe Filme mit Happy End, der letzte Film mit Richard Gere „Das Lächeln der Sterne“ hat mich traurig gemacht – es war kein Happy End,
- ich lächle oder lache sehr gerne – oder besser am liebsten ![]()
- ich gebe zu, in meinem Schrank sind mehr als 10 Paar Schuhe, aber immer fehlen welche,
- es ist mir wichtig gut auszusehen, aber eher sportlich-natürlich, weniger elegant,
- ich trage gern Röcke und manchmal Kleider, in meiner Freizeit am liebsten Jeans:-)
- ich benutze Parfüm,
- als Kind habe ich nicht mit Puppen gespielt, sondern mit Teddys und meiner Eisenbahn,
- meine Lieblingsfarbe ist GELB
Meine männliche Seite
- ich trage sehr gern Kapuzenjacken, T-Shirts, kuschelige Pullover und Jeans
- ich liebe Hunde,
- ich kann über eigene und fremde Mißgeschicke lachen,
- ich trinke manchmal gerne Bier, Weizen oder Guinnes:-),
- ich spiele am liebsten mit Jungs in einem Team (Tennis z.B.), bin früher gern mit Jungs auf Bäume und
Kirchtürme geklettert und habe mit meinem Cousin ein Baumhaus gebaut,
- ich schaue mir Sport im Fernsehen an, mit Vorliebe Tennis und bei der WM/EM auch Fußball ![]()
- ich spiele gerne Skat – nicht nur mit Männern ![]()
- ich kann gut einparken – und nicht nur seit ich ein kleines Auto habe ![]()
- Kriegsfilme gefallen mir nicht,
- ich kämpfe wie ein Löwe gegen Ungerechtigkeit und für die Menschen, die ich liebe,
- ich setze mich für Schwächere ein,
- ich identifiziere mich mit den Persönlichkeiten von Ronja Räubertochter und Robin Hood,
- ich treibe Sport auf dem Tennis-Platz, im Fitness-Studio und manchmal gehe ich Joggen, und Scaten
- ich trage gern Schwarz, aber meine Lieblingsfarbe ist GELB!
- JA, ich liebe es, Spaß zu haben und es ist mir total egal, was andere über mich denken!
was sind Freunde? Was darf man von Ihnen erwarten? oder darf man überhaupt etwas von einem Freund erwarten?
Eine schwierige Frage. Allmählich stelle ich fest, dass ich mich nur auf „mich“ verlassen kann und damit bin ich im Moment ziemlich verlassen. Denn irgendwie fehlt mir Stabilität und damit auch ein Freund. Ich sehe, ich muss mir selbst „Freund“ sein, dann kommen die anderen Freunde auch wieder.
Nein, aber ehrlich. Habe ich ein falsches Verständnis von Freundschaft? Gerade die, die immer von Freundschaft tönen und dass man füreinander da ist, sind plötzlich alle weg? Was ist von einer großen Liebe übrig, die beteuert, immer noch zu lieben und wenigstens Freundschaft zu halten? Gerade die, sind dann weg, wenn es schwierig wird.
Wenn ich weiß, dass es einem Freund schlecht geht und dass er einen schweren Weg vor sich hat, dann rufe ich ihn an und gebe ihm emotionalen Halt. „Geschwafeltes“ E-Mail-Gefahsel hilft da leider nichts. Aber naja, so ein Typ lernt das sowieso nie! Falsche Freunde, die nur ihr eigenes Interesse im Kopf haben. Nein Danke. Wieder mal ein Abschied und damit Platz für Neues.
Ich habe an eine Freundschaft gewisse Ansprüche und wer die nicht erfüllt, gehört zu meinem Bekanntenkreis und nicht zu meinen Freunden. Manchmal gibt es wildfreme Menschen, die einen besser verstehen als ein Freund.
Okay, ich gebe zu, ich bin „enttäuscht“. Und warum? Ja, ja, ich weiß. Ich habe „Erwartungen“ und die sind nicht erfüllt worden. Aber eine Freundschaft ohne Erwartungen, gibt es das? Ich stelle so allmählich alles in Frage.
Wird Zeit, dass ich bald wieder auf den Boden der Tatsachen komme.
…. ich arbeite daran


